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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 39/2018
Seite 2
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Komm mit nach Klingenbach

Heinrich Hoffmann (Dritter von links) und Eduard Eisner (rechts daneben) flankiert von drei Bürgermeistern.

Bürgermeister Richard Frank begrüßt die Freunde aus Kelsterbach.

Die Kelsterbacher in Front der Bergkirche zu Eisenstadt.

Populär sogar im Burgenland.

Musik als verbindendes Element einer harmonischen Partnerschaft.

Beeindruckendes Bühnenbild am Neusiedler See.

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was verzählen“. Was der deutsche Dichter und Erzähler Matthias Claudius vor über 200 Jahren verlauten ließ, machte sich eine illustre Kelsterbacher Reisegesellschaft in harmonischer Gruppendynamik zu Eigen. Das Ziel hieß Klingenbach im österreichischen Burgenland, eine Stadt, mit der viele Kelsterbacher einige Erinnerungen und Gemeinsamkeiten verbinden. Allen voran Heinrich Hoffmann, der während seiner aktiven Dienstzeit im Hauptamt als Oberamtsrat des Kelsterbacher Rathauses unter anderem als einer der treibenden Kräfte in Sachen Städtepartnerschaften sich einen Namen gemacht hatte. So war es wenig verwunderlich, dass eines der bekanntesten freundlichen Gesichter der Stadt Kelsterbach einmal mehr Freunde und Bekannte mobil machte, das schöne Klingenbach zu bereisen. Attraktive Grundlage dafür war eines der Pauschalangebote des Reisebüros Müller aus Riedstadt, welches neben einem mehrtägigen Aufenthalt am gewünschten Ort noch so einige Schmankerl zu bieten hatte.

Die Freundschaft lebte auf

Abseits des Reiseprogramms sorgte ein Klingenbacher Empfangskomitee, angeführt von Bürgermeister Richard Frank, für staunende Augen auf Kelsterbacher Seite, denn der Klingenbacher Musikverein gab das Kerwe-Lied zum Besten. Frank brachte seine Freude zum Ausdruck, dass er Heinrich Hoffmann und seine Mitreisenden nach über 30 Jahren Städtefreundschaft begrüßen durfte. Ihm zur Seite standen seine beiden Nachnamensvetter und Vorgänger im Amt, ein weiterer Ausdruck besonderer Wertschätzung. Für Heinrich Hoffmann standen in alter Verbundenheit noch gefühlte amtliche Termine an, einer von ihnen der Besuch beim Altbürgermeister Joschka Dragschitz, mit dem die Partnerschaft begann. Ein herzlicher Empfang im architektonisch ansprechenden Klingenbacher Rathaus eröffnete einen Rundgang, geführt von Oberamtsrat Eduard Eisner, der sich, genauso wie die Gäste, über einen Eintrag ins Goldene Buch freute. Er lud im Anschluss noch zu einer Rundfahrt durch Klingenbach ein und präsentierte die Ortschaft. Großen Anklang fand zudem die Offerte das Feuerwehrfest zu besuchen, auch hier durften sich die Kelsterbacher als Ehrengäste fühlen. Untergebracht in den traumhaft schönen Räumlichkeiten des Weinwirtshauses in Klingenbach, erfreute sich die Reisegruppe einer herzlichen Begrüßung der Eheleute Wlaschits. In der Folge bildeten die vor allem dort servierten kulinarischen Köstlichkeiten des Burgenlandes eine gute Grundlage für das straffe Programm, dass die Ausflügler in Anspruch nahmen.

Die Schönheit des Burgenlandes genossen

Bleibenden Eindruck hinterließ eine Schlossbesichtigung in Eisenstadt. Im Rahmen einer dortigen Stadterkundung stand im Mittelpunkt das Schloss Esterhazy, benahmt nach einer einflussreichen ungarischen Magnatenfamilie, die auf eine erfolgreiche Geschichte im Burgenland zurückblickblickt. Zuständig und verantwortlich ist zudem die Esterhazy-Gruppe für die Freilichtbühne in St. Margareten, deren Besuch zwecks Besichtigung der beeindruckenden Steinbrüche dem Schlossaufenthalt vorausging. Tags darauf durfte bei Traumwetter Eisenstadt nochmal von einer anderen Seite bewundert werden. Der von einer Fremdenführung begleitete Besuch der wunderschönen Bergkirche stand auf der Agenda, die sich mit einem Ausflug nach Rust am Neudsiedler See fortsetzte. Die dortige Szenerie steigerte die Vorfreude auf den Abschlusstag, dem voraus ging eine Schifffahrt, die den See in seiner ganzen Schönheit erlebbar machte. Der größte abflusslose See Europas liegt sowohl auf österreichischem als auch auf ungarischem Staatsgebiet und erfreut sich dank seiner einzigartigen Fauna und Flora der Auszeichnung Unesco-Welterbe. Das angrenzende Ungarn konnte während des vierten Aufenthaltstages unter die Lupe genommen werden. Der Ablauf sah eine Führung durch den Kern der Universitätsstadt Sopron vor, für die dortige Zeit der freien Verfügung bot sich ein Kostgang in Richtung landestypischer Spezialitäten wie leckere Torten oder die legendäre Gulaschsuppe.

Musikalisches Feuerwerk zum Abschluss

Von einer Leidenschaft, die so heiß wie Gulaschsaft brennt berichtet das Lied „Komm mit nach Varasdin“ aus der Operette „Gräfin Mariza“. Eine der populärsten und vielleicht schönsten Aufführungen von Emmerich Kalmans Werk wurde diesen Sommer in Mörbisch auf der Freilichtbühne des Neusiedler Sees aufgeführt. Diesem kulturellen Hochgenuss gaben sich die Kelsterbacher mit Begeisterung hin. Dies war nicht nur für die musisch begabten mitgereisten Sängerinnen und Sänger des Volkschors Kelsterbach ein unvergessliches Erlebnis. Ein krachendes Feuerwerk verabschiedete nach drei Stunden einen bunten Reigen mit Gesang, Tanz und Musik, der Seinesgleichen sucht. Für die Ausflügler war es ein von Feuerwerksraketen begleitetes Finale für eine Reise wie es schöner und passender nicht hätte sein können. (Ts)