Titel Logo
Kelsterbach aktuell
Ausgabe 39/2019
Seite 2
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Einzelhandelskonzept stand im Mittelpunkt

Die Stadtverordneten tagten vergangenen Montag

Vergangenen Montag tagte die Stadtverordnetenversammlung wie gewohnt im Bürgersaal des Fritz-Treutel-Hauses. Parlaments-Chefin Helga Oehne informierte eingangs über die Agenda, die insgesamt 11 Tagesordnungspunkte aufzählte. Beratungen, Beschlüsse und Kenntnisnahmen beschäftigten die ehrenamtlichen Parlamentarier, dabei konnten viele Sachverhalte üblicherweise bereits im Vorfeld in den Fachausschüssen inhaltlich geklärt werden. Dennoch beinhalteten die knapp 90 Minuten Sitzung einige Debatten, die kontrovers jedoch nicht ganz so emotional wie in der voran gegangen Versammlung im August verliefen.

Gleich zu Beginn äußerte sich Bürgermeister Manfred Ockel zum Einzelhandelskonzept der Neuen Mitte betreffend. Verstimmt zeigte er sich über einige Veröffentlichungen der politischen Kontrahenten im Internet und in den „Sozialen Netzwerken“. Dort war unter anderem zu entnehmen, dass der Stadt Konzeptlosigkeit und mangelnder Wille zur Bürgerbeteiligung vorgeworfen wurde. Darüber hinaus prangerten die Kritiker an, dass sich zu sehr nach Investoren gerichtet werde und der Platz vor dem Gebäude zu wenig grün sei.

Ockel ging direkt auf diese Punkte ein und warf der oppositionären Seite Populismus vor. Primär adressiert an die Fraktion der Wählerinitiative Kelsterbach (WIK), dass die kritische Sichtweise nicht die Realität widerspiegele. „Sie wissen ganz genau, dass der Bau der Mitte als städtebaulicher Wettbewerb angelegt war,“ versuchte Ockel in Erinnerung zu bringen. Bekannt sei auch, dass damit eine öffentliche europaweite Ausschreibung einherging und das Konzept der Öffentlichkeit vorgelegt und mit übergroßer Mehrheit goutiert wurde.

Ohne Bebauung kein Einzelhandel

Sie können das Konzept kritisieren,“ so Ockel weiter „sie haben ja auch nicht zugestimmt.“ „Mit ihnen hätten wir eben keine Stadtmitte und keinen Tegut“, hob das Stadtoberhaupt an und folgerte daraus, dass es dann ein freier unbefestigter Platz ohne Einzelhandelsangebot statt dem jetzigen Zustand das Stadtbild gegeben hätte. Darauf aufbauend warf der Redner die Frage auf, ob es glaubhaft wäre, dass mit einigen Fahrradständern und ein paar Bäumen mehr, eine neue Stadtmitte entstanden wäre. Diese lebe von einer intensiven Bebauung und es stelle sich nicht wie in Facebook gepostet die Frage, ob die Mitte gefalle. Die Umsetzung erfolge über ein Konzept, das noch nicht in allen Teilen umgesetzt sei, da dies nur in Abschnitten machbar wäre. Grund dafür wären die Verkehrsströme, weitere parallele Bausteine, aber auch die Zuschussbindungen und Bewilligungen von Seiten der Landesregierung. Zusammenfassend warf der Bürgermeister die Frage auf, ihm Städte vergleichbar mit der Größe Kelsterbachs zu nennen, denen es in den letzten Jahren gelungen sei, eine neue Stadtmitte zu bauen. (ts)

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe was Manfred Ockel noch zur Einzelhandelsentwicklung sagte und wie zu welchem Thema abgestimmt wurde.