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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 40/2019
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Stadtverordnete Teil 2

Die neue Mitte aus der Rathausperspektive.

Einzelhandel beschäftigt Parlament

Fortsetzung von „Einzelhandelskonzept stand im Mittelpunkt“, Ausgabe 39/2019

Wie in der Vorwoche berichtet, ging sich Bürgermeister Manfred Ockel beim Thema Einzelhandelskonzept auf die negativen Stimmen in Bezug zur Stadtmitte und deren Entwicklung ein und machte aus seinem Herzen keine Mördergrube. Dabei adressierte er an die Wählerinitiative Kelsterbach (WIK) den Vorwurf von Populismus und ordnete die Haltung der Kritiker als weltfremd ein. Diesem Statement voraus gingen Informationen über den Sachstand und eine allgemeine Einschätzung.

Das Stadtoberhaupt sagte, die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts stelle die aktuelle Situation über die geografische Verteilung und Struktur des Einzelhandels dar. Dabei betonte er, dass Kelsterbach ob seiner Größe als sogenanntes Grundzentrum eingestuft werde. Im wahrsten Wortsinn ist damit gemeint, dass bei der Ausstattung des Einzelhandels vor Ort der Grundbedarf der Bevölkerung zu sichern sei. Daher wären für den darüber hinaus gehenden Bedarf die Mittel- und Oberzentren zuständig, was an Beispielen wie Frankfurt, Rüsselsheim oder dem Main-Taunus-Zentrum festgemacht werden könne.

Handel im Wandel

Die Fortschreibung trage dem Wandel des Handels und der veränderten Bedarfshaltung der Verbraucher Rechnung. Erwartet würden moderne barrierefreie und großzügige Räumlichkeiten, die gut erreichbar sein müssten. „Deshalb sei der Neubau von Edeka ein wichtiges Projekt“, stellte der Bürgermeister den Zusammenhang im Blick auf die neuen Planungen her. Er fuhr damit fort, dass vor diesem Hintergrund der Discounter Penny geschlossen habe und das Fachmarktzentrum im Kornweg fast leer stünde. Von Seiten der Eigentümer gäbe es jedoch Aktivitäten, die das Zentrum mit Einzelhandel oder einer anderen Nutzung beleben, bedauerte Ockel. Es bestünden zwar Nachfragen von möglichen Investoren, allerdings sei ein großflächiger Einzelhandel am Ortsrand über 800 Quadratmeter nicht zulässig. Der Gesetzgeber schiebt hier einen Riegel vor, um die Entwicklung von Stadtmitten nicht zu belasten.

Die Ansiedlung der Firma Tegut hingegen sei erfolgreich. Das zeige die hohe Besucherfrequenz in der neuen Stadtmitte, konstatierte das Stadtoberhaupt. Allerdings seien weitere Anstrengungen vonnöten, um das Sortiment in der Stadtmitte zu erweitern, das Umfeld zu verbessern und auch mehr Menschen dort anzusiedeln, schlussfolgerte der Bürgermeister. Die Stadtverordneten stimmten danach dem Konzept bei 23 Ja-Stimmen und drei Enthaltungen zu.

Weitere Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung

Die Wirtschaftspläne des Eigenbetriebes der Wohnungswirtschaft und des Eigenbetriebes der Stadtwerke stießen jeweils bei 24 anwesenden Stimmberechtigten auf Gegenliebe, in beiden Fällen zählte die Stadtverordnetenvorsteherin zwei Enthaltungen. Die Bestellung von einem Wirtschaftsprüfer für den Jahresabschluss 2016 des Kelsterbacher Kommunalbetriebes wurde mit 26 Ja-Stimmen beschlossen. (Ts)