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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 40/2021
Seite 3
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Was willst Du werden, wenn Du mal groß bist?

Die drei Achtklässler sind gespannt, was sie erwartet.

Die Frage kennt jeder, der sich noch an seine Kindheit erinnern kann. Und als Kind kann man die tollsten Gedanken spinnen und Pläne schmieden. Irgendwann aber, muss man sich entscheiden. Für die Schüler der Jahrgänge acht bis zehn der Integrierten Ganztagsschule (IGS) fängt diese Phase jetzt an. Am 23. September konnten sie während eines Projekttages erste Einblicke in verschiedene Berufsbranchen gewinnen.

Vor zwei Jahren war der Projekttag noch klassischerweise die Berufemesse. Dann kam Corona und die Messe fiel im vergangenen Jahr erst einmal aus. In diesem Jahr wurde die Idee wieder aufgenommen, das Konzept jedoch geändert. Und obwohl die Berufemesse wirklich Messecharakter hatte, mit vielen verschiedenen Ständen, Flyern, Werbegeschenken etc., schienen die Schüler nun mehr Informationen mitzunehmen, meinte Sabine Posniak, die Ganztagesorganisatorin der IGS.

An diesem Tag standen den Schülern nachmittags verschiedene Branchen zum Kennenlernen zur Verfügung, die sie anhand von Vorträgen in vier Durchgängen anhören konnten. Anna Semmler und Vadim Bender, die das neue Berufs-Orientierungs-Team der IGS bilden, organisierten alles und standen sowohl Schülern als auch Berufsvertretern mit Rat und Tat zur Seite. Dabei griffen sie auf die jahrelange Erfahrung von Posniak und Anika Soytürk zurück, die ein großes Kooperationsnetzwerk mit den verschiedenen Branchenvertretern aufgebaut hat. Etwa 300 Schüler aus den Jahrgängen acht bis zehn nutzten die Gelegenheit sich Erstinformationen einzuholen oder noch einmal andere Branchen anzusehen, bevor sie in ihr Praktikum oder ihre Ausbildung starten.

So ging es auch Memet-Sefa, Laura und Leonie, die alle in der achten Klasse sind. Sie wurden Firmenvorträgen zugeteilt und wussten nicht so recht, was sie erwartete. Aufgeregt, aber auch ganz gespannt reagierten sie: „Wir lassen uns überraschen“.

Ein Firmenvortrag war für 30 Minuten konzpiert, in denen die Referenten Beruf, Ausbildung und Karrieremöglichkeiten vorstellten. Den Schülern war es möglich zwischendurch Fragen zu stellen. So war es auch beim Vortrag der Bundespolizei. Zwei Polizisten erklärten den Schülern erst einmal den Unterschied zwischen der Landespolizei (in dem Fall der Bundesländer) und der Bundespolizei. Aufmerksam hörten die Schüler zu und machten sich Notizen. Viel Zeit für Fragen blieb indes nicht, denn kurz nach dem Gong warteten schon die nächsten darauf, eingelassen zu werden.

Posniak und Gerald Krause, der Stufenleiter der Jahrgänge acht bis zehn, zogen ein positives Fazit. Es sei weniger wuselig und voll als in den vergangenen Jahren, was ein wenig schade sei. Dennoch seien die Firmenvertreter zahlreich erschienen und die Schüler mit Interesse dabei. Alle seien froh, dass es wieder einen Berufsorientierungstag geben könne. (Text und Bilder ana)