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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 42/2020
Seite 3
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Corona-Infektionszahlen

Aktualisierte Maßnahmen und Beschränkungen

Gestiegene Infektionszahlen und das Auslaufen bestehender Corona-Regelungen zu Ende Oktober, ließen die Hessische Landesregierung entscheiden, einige Maßnahmen zu verlängern beziehungsweise zu verschärfen. Auf der anderen Seite wurden bisherige Regelungen auch aufgehoben.

„Wir stehen vor der Herbst-Wintersaison und damit vor der Herausforderung, unsere Gesundheitssysteme nicht weiter zu überlasten, wenn Corona-Infektionen und die Grippewelle uns zeitgleich ins Haus stehen“, so Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Das Ziel sei klar, Schulen und KiTas offen zu halten, so Bouffier weiter.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die aktuellen Beschränkungen und Regeln. Diese gelten ab dem 19. Oktober und bis einschließlich zum 31. Januar 2021:

Hygieneregeln für Private Feiern: In der Vergangenheit waren private Feiern immer wieder Ausbruchsherde für Corona-Neuinfektionen mit erheblichem Ausmaß. Von nun an werden private Feiern außerhalb der eigenen Wohnungen auf maximal 50 Personen beschränkt. Innerhalb der eignen Wohnung wird dringend empfohlen, die Gästezahl auf maximal 25 Personen zu beschränken.

Hygieneregeln für Zusammenkünfte: Die bisherige Obergrenze von 250 Personen bleibt bestehen. Voraussetzung für solche Großveranstaltungen ist ein abgenommenes Hygienekonzept. Für eine größere Teilnehmerzahl muss das zuständige Ordnungsamt eine Genehmigung erteilen.

Die 3-Quadratmeter-Regelung in Theatern, Kinos, Konzerten und Schwimmbädern entfällt. Künftig sollen bei Veranstaltungen die allgemeingültigen Abstands- und Kontaktregelungen von 1,5 Metern und maximal 10 Personen gelten.

Für Senioren gibt es keine gesondert begrenzte Teilnehmerzahl mehr. Hier gelten künftig die gleichen Vorgaben wie für übrige Veranstaltungen.

Clubs und Tanzlokale dürfen künftig wieder öffnen, jedoch gelten die gleichen Regeln wie für die Gastronomie. Das Bewirten der Gäste ist demnach erlaubt, Tanzen jedoch nicht. Um dies zu unterbinden, muss dies räumlich ermöglicht und vom Ordnungsamt abgenommen werden.

Hygieneregeln für Verkaufsflächen: Auch in Geschäften entfällt die 3-Qudratmeter-Regelung und es gelten nun die allgemeinen Abstandsregeln. Neu ist, dass die Spielflächen für Kindern wieder frei sind.

Auf Märkten mit gastronomischem Angebot gelten fortan die gleichen Regeln wie in Gastronomien. Dazu zählen die Abstands- und Hygieneregeln, die Kontaktnachverfolgung und die Pflicht des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes für Kellner.

Kontaktnachverfolgung in Restaurants, Gaststätten u.ä.: In der Vergangenheit wurden die Kontaktformulare oft nicht wahrheitsgemäß ausgefüllt. Da dies eine Kontaktnachverfolgung im Falle einer Infektion teilweise unmöglich macht und für die Gesundheitsämter einen immensen Mehraufwand bedeutet, wurde ein Bußgeld eingeführt. Die Pflicht von wahrheitsgemäßen Angaben ist nun Bestandteil der aktuellen Ordnung. Die Betreiber einer Gastronomie sind verpflichtet, die Angaben der Gäste auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen und können zu diesem Zweck auch ein Ausweisdokument verlangen.

Auch Anbieter von körpernahen Dienstleistungen wie Friseure müssen künftig eine Kontaktliste pflegen und diese vorrätig halten.

Mund-Nasen-Bedeckung: Künftig ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch auf Bahnsteigen sowie in Wartebereichen Pflicht. Ebenso müssen diese Bedeckungen während des gesamten Aufenthalts in Wahllokalen und -kabinen getragen werden.

Schulen: in Schulen gilt eine Maskenpflicht auch weiterhin außerhalb des Klassenzimmers, dazu gehören auch die Schulhöfe. Ausgenommen hiervon sind Essen und Trinken sowie besondere schulische Erfordernisse.

(ana)