Titel Logo
Kelsterbach aktuell
Ausgabe 43/2018
Seite 3
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Feuerwehr macht sich an der Rathaustür zu schaffen

Per Drehleiter wurde eine Person gerettet.

Großes Interesse an der Übung.

Arbeit mit technischen Hilfsmitteln, um die Karosserie zu knacken.

Dem Auto geht es an die Säule.

Die "Rathaustür" hielt nicht stand.

Wenn sich die Feuerwehrleute an einer Eingangstür zu schaffen machen, dann nicht wegen eines möglichen Einbruchs, sondern dann heißt es fast immer periculum in mora oder Gefahr im Verzug. Zu schaffen machten sich die Floriansjünger aber auch an einem Auto, das wurde fachmännisch aufgebrochen und zerlegt.

Zur Jahresabschlussübung hatte sich die Freiwillige Feuerwehr Kelsterbach heuer den Rathausplatz in der Mörfelder Straße ausgesucht, wo sich eine große Schar interessierter Zuschauer eingefunden hatte. Stadtbrandinspektor Thomas Heller hatte sich mit einem Megaphon bewaffnet und erklärte detailreich das Geschehen, mit dem die Feuerwehr nicht nur in ständiger Übung bleibt, sondern sich mit ihrem Können auch der Bevölkerung präsentiert.

Mensch aus Unfallauto geborgen

Zwei PKW waren auf den Rathausplatz geschafft worden. An einem, das auf der Seite lag, wurde eine Sicherung mit Spanngurten und Keilen demonstriert. Heftiger ging es bei der Tür des zweiten Wagens zur Sache. „Wir müssen hier einen Menschen nach einem schweren Verkehrsunfall Patienten orientiert bergen und retten, da geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern auch um Präzision bei der Zerlegung des Unfallwagens, damit der Verletzte nicht mehr Schaden erleidet“, erläuterte Wehrführer Thomas Heller. Da wurden die Türen mit hydraulischen Spreizern aufgehebelt und schließlich abgetrennt, das Fensterglas wurde wie mit einem Dosenöffner aufgeschnitten, schließlich klappte die Schnauze des Wagens mit dem Motor herunter, und der fiktive Verletzte konnte geborgen werden.

Tür hält nicht stand

Ein weiteres Szenario der Übung war eine Rettung aus dem alten Rathausbau, hierbei kam auch die Drehleiter von außen her zum Einsatz. Um in das Rathaus zu gelangen - es war abgeschlossen - öffnete ein Trupp der Wehr eine Übungstür fachmännisch und bohrte das Schloss heraus. Im Notfall muss auch das schnell gehen, und wenn es gar nicht anders geht, wird die Eingangstür zerstört. Doch auch hier machen die neuen Sicherheitstüren den Feuerwehrleuten große Mühe, verglichen mit den verstärkten Fahrgastzellen bei den PKW. Alles in allem lief die Übung reibungslos, das Interesse vor allem der Kinder an der Ausrüstung und den Fahrzeugen war gewaltig. (hb)