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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 43/2018
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Land Hessen und die Bibliotheken gehen enger zusammen

Furkan Chounto und Lara Obermüller lasen "Pipi Langstrumpf".

Vorne v.l.: Christian Engelhardt, Alexander Lorz, Patrick Burghardt.

Das Land Hessen und die hessischen Bibliotheken wollen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Mit den Unterschriften unter eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde der gemeinsame Weg bekräftigt. Ort für den gewichtigen Akt war die Stadt- und Schulbibliothek Kelsterbach. Die kann gerade auf 15 Jahre Bestehen zurückschauen.

Für das Land Hessen signierten die Vereinbarung der Kultusminister Prof. Alexander Lorz, der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Kunst Patrick Burghardt, die Bibliotheken vertrat der Landrat des Kreises Bergstraße Christian Engelhardt als Vorsitzender des hessischen Landesverbandes im Deutschen Bibliotheksverband e.V. Die Vereinbarung hat die Vernetzung von Öffentlichen Bibliotheken und Schulen sowie die Unterstützung der Schulbibliotheken zum Inhalt. Das deckt sich mit der „Frankfurter Erklärung Lesen und Lernen 3.0 - Medienpolitik in der Schulbibliothek verankern“ und dem Positionspapier zum Welttag des Buches „Bibliotheken schaffen Zukunft: Jetzt in Kinder- und Jugendbibliotheken investieren“. Damit wird bekräftigt, wie wichtig Bibliotheken und Schulbibliotheken im Alltag der Kinder und Jugendlichen sind.

Kelsterbacher Modell

Bürgermeister Manfred Ockel und die Leiterin der Stadt- und Schulbibliothek Meike Kaiser konnten darauf verweisen, dass mit dem nun 15 Jahre alten Bau Am Mittelfeld die Schulbibliothek und die Öffentliche Bücherei zusammengelegt worden sind. Mit einem breiten Jahresprogramm hole man schon die Kleinsten zum Lesen ab, die Schüler der räumlich verbundenen Gesamtschule nutzten das Medienangebot wie selbstverständlich für ihre schulische Arbeit. „Wir müssen das Interesse am Buch neu erwecken, den Umgang mit den verschiedenen Medien vermitteln, und dazu brauchen wir ein breites Bibliotheksangebot“, sagte Christian Engelhardt für den Verband. Kultusminister Alexander Lorz bezeichnete die Bibliotheken als „Orte existenzieller Erfahrungen für die jungen Menschen“, im Leben sei das Lesen noch immer entscheidend bei der Aneignung von Wissen“. „Wir können nicht alles auf ein Piktogramm reduzieren“, sagte Lorz.

„Lieber barfuß als ohne Buch!“

Staatssekretär Patrick Burghardt, als ehemaliger Rüsselsheimer Oberbürgermeister empfand er die Kooperationsunterzeichnung in Kelsterbach quasi als „Heimspiel“, zitierte ein isländisches Sprichwort „Lieber barfuß als ohne Buch“. Die insgesamt 530 hessischen Bibliotheken, davon 430 in kommunaler Trägerschaft, seien Orte der Begegnung und gesellschaftlich ungemein wichtig und wertvoll. Nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages konnte die Leiterin der Gesamtschule Barbara Jühe ein gelungenes praktisches Beispiel für gutes Lesen präsentieren. Lara Obermüller, Klasse 7.2, und Furkan Chounto (8.2), beide Sieger bei IGS-Vorlesewettbewerben, gaben tiefgreifende Gedanken zum Lesen preis: formuliert von Astrid Lindgren, gesprochen durch Pipi Langstrumpf. (hb)