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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 43/2019
Seite 2
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Seniorenclub Kelsterbach in einer der ältesten Städte Deutschlands - Worms

Welche Stadt ist denn nun die älteste in Deutschland – Trier oder doch Worms? Diese Frage konnten die Kelsterbacher Senioren auf ihrer Tagesreise ins sagenumwobene und geschichtsträchtige Worms auch nicht eindeutig klären. Sprach sich die Stadtführerin von Worms – ganz Lokalpatriotin - natürlich für ihre Heimatstadt Worms aus, bestand der Leiter des Seniorenclubs Franz Neufing, geboren und aufgewachsen im Trierer Land, darauf, dass seine Heimatstadt die älteste in Deutschland ist. Aber auch herbeigezogene historische Fakten, konnten keine endgültige Klarheit schaffen.

Wie dem auch sei, beide Städte sind mit über 2000 Jahren sehr alt und mit weiteren Städten wie Andernach, Augsburg, Kempten, Koblenz, Köln, Neuss und Xanten etwa zur gleichen Zeit gegründet worden. Aber alle diese Städte waren bereits vor der offiziellen Stadtgründung Siedlungsplätze der Kelten. Da diese aber keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen haben, kann nur gemutmaßt werden, wann eine Siedlung als Stadt angesehen werden kann?

Neben dem wissenschaftlichen Diskurs über das Alter der Städte Trier und Worms erfuhren die Kelsterbacher Senioren In der einstündigen Stadtrundfahrt vieles und interessantes über die Nibelungensage, die auch in Worms spielte. Worms richtet jedes Jahr die Nibelungenfestspiele aus, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Der Wormser Dom, im 12. Jahrhundert entstanden, stand ebenfalls auf dem Programm. Martin Luther sollte hier vor dem Reichstag 1521 und in Anwesenheit des Kaisers Karl V seine 95 Thesen widerrufen. Bekanntermaßen hat er das nicht getan, was in der Folge zur Kirchenspaltung führte.

Nach so viel Wissensvermittlung hatten die Senioren aus Kelsterbach noch genügend Zeit Worms selbst zu entdecken, zu bummeln und in die Zeit bei schönem Herbstwetter in dem ein oder anderen Cafe verstreichen zu lassen. Am frühen Abend traf man sich zum gemeinsamen Abendessen bei den "Zwölf Aposteln", ehe die Rückreise ins heimatliche Kelsterbach erfolgte. (fn/Foto privat)