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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 44/2018
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Mainufer ist momentan eine Baustelle

Baubesichtigung auf der Plattform der Bastion.

Hangsicherung, rechts der Zaun des Kerosinhafens.

Der alte schmale Weg entlang des Hafens.

Fundamentierung der neuen Treppe.

Der Mainuferweg in Höhe des HBG-Kerosinhafens wird umgestaltet. Die Bauarbeiten sind zurzeit voll im Gange. Sowohl Fußgänger als auch Radfahrer werden nach Abschluss eine deutlich komfortablere Situation vorfinden. Die Engstelle wird beseitigt. Der Zugang über Treppen zum Wohnquartier Mainhöhe wird verbessert.

Die Passage bei Kelsterbach entlang des Mains am Kerosinhafen war bisher nur 1,80 Meter breit. Der Wegeabschnitt gehört zum Mainradweg Seligenstadt bis zur Mainmündung. Der Zaun des HBG-Ölhafens ist ebenfalls ein Hindernis, muss aber bleiben, die Steigung des alten Weges für Radfahrer war unangenehm. Folglich hatten Fußgänger und Radfahrer, die aneinander vorbeikommen wollten, echte Platzprobleme. Bisher. Nach Fertigstellung wird der Mainuferweg auf der 370 Meter langen Passage auf 2,50 Meter verbreitert, die Strecke wird asphaltiert. Einen Asphaltbelag soll später auch die bisher wassergebundene Decke von Kelsterbach zum Mönchhof bekommen, wie Bürgermeister Manfred Ockel mitteilte. Die Untere Naturschutzbehörde habe ihr Einverständnis dazu gegeben. Die Kosten für die Umstrukturierung des Mainuferwegs werden sich auf rund 2,1 Millionen Euro belaufen. 60 Prozent der Summe werden jedoch vom Land Hessen gefördert, auch die Städte Raunheim und Rüsselsheim beteiligen sich mit je 150.000 Euro an dieser Maßnahme.

Hangsicherung wie in den Alpen

Der Hang an der „Niederen Halde“, also an der „Niederhölle“, wird gegen Abrutschen mit einem Korsett aus Spritzbeton gesichert. Zudem werden sechs Meter lange Anker in den Hang getrieben, die weitere Sicherung geben. Mit einer Gabionenwand wird das ganze Bauwerk dann ansehnlich verkleidet. „Sie kennen diese Bauweise aus den Bergen“, sagt Bauleiter Said Laham vom Büro Bierbaum-Aichele. Neu geführt werden die Wege am Hang entlang. Dafür musste eine Menge Erdreich bewegt werden, was wegen der Enge der Baustelle eine Herausforderung für die Planer und ausführenden Firmen war und ist. Die Wege führen künftig und bereits jetzt sichtbar mit weniger Steigung hinauf zur „Bastion“, dem Fundament des ehemaligen Schleusenwärterhäuschens. Von dort aus geht es Richtung Raunheim weiter, die kleine Abfahrt hinunter hinter zum Ölhafen wird ebenso entschärft, hier ragen noch einige Mauerstücke von Einfahrten in den Weg hinein. Damit auf der Bastion eine Art Aussichtspunkt für die Mainwanderer entstehen kann, soll das Gehölz auf der kleinen Landzunge gegenüber der ehemaligen Schleusenkammer ausgelichtet werden. Zwei Treppen werden das über dem Mainvorland liegende Wohnquartier Mainhöhe anbinden. Die zweite Treppe wird später begonnen, gegossen wird aber derzeit bereits das nötige Betonfundament.

Fertigstellung 2019

Die Statik des Hanges macht die Arbeiten für den neuen Wegeabschnitt anspruchsvoll. Eine erste Ausschreibung Ende 2016 war erfolglos. Nach einer Umplanung war der Baubeginn für die ausführende Firma Fichter aus Raunheim nun Ende August 2018. Mit einer Fertigstellung wird für den Herbst 2019 gerechnet, so das Wetter mitspielt. Solange müssen sich die Nutzer des Mainuferweges noch gedulden, werden dann aber eine kommode und auch ansehnliche neue Strecke vorfinden. Gemeinsam mit der Ölhafenbrücke Raunheim, dem Opelsteg in Rüsselsheim wird die Untermainpassage dann noch ein wenig mehr zu einem radtouristischen „Schmankerl“ werden. Den Betreiber der Kelsterbar wird’s ebenfalls freuen. (hb)