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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 45/2019
Seite 3
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Forsteinrichtung und Klimainsel

Vorbesprochen waren die eigentlichen Themen der jüngsten Stadtverordnetenversammlung ausführlich in den Ausschüssen, folglich dauerte die Sitzung dann auch nur eine halbe Stunde. Auf den Weg brachte das Stadtparlament das „Forsteinrichtungswerk“ für den Kelsterbacher Stadtwald und die „Klimainsel Kelsterbach“ als ein neues Gremium, die Zukunft der Stadt mitzugestalten.

Beide Entscheidungen fielen einstimmig. Das Forsteinrichtungswerk (FEW) dient dazu, den Kelsterbacher Wald – nach heutigen Erfahrungen – am Leben zu halten und für die nachfolgenden Generationen zu sichern. Das FEW wird alle zehn Jahre fortgeschrieben. 326 Hektar Wald haben die Kelsterbacher Kommunalbetriebe zu versorgen. Das Forsteinrichtungswerk liefert mit Karten, Tabellen und Plänen den wissenschaftlich-administrativen Unterbau für die Waldpflege und ihren Erhalt als Erholungswald. Festgehalten sind alle Baumarten mit ihren Schäden und künftige Pflanzmaßnahmen.

Vor allem aber die Klimaveränderung der beiden heißen zurückliegenden Jahre machten ein Umdenken nötig, sagte Bürgermeister Manfred Ockel. Man werde mit den Naturschutzbehörden einen raschen Ortstermin vereinbaren um zu sehen, wie und mit welchen Mitteln der Wald erhalten werden könne. Bedingt durch die sogenannte Planfeststellung im Zuge des Landesbahnbaus wurde der Wald Kelsterbachs nämlich mit einer Reihe von verpflichtenden Maßnahmen belegt, unter anderem mit der Herausnahme von Taubenkirsche und Roteiche als nicht heimische Baumarten. Auch Bruno Zecha von der Wählerinitiative Kelsterbach (WIK) meinte, dass Fehler des Planfeststellungsverfahren korrigiert werden müssten. Es gehe zum einen um die Bestandserhaltung, zum anderen aber auch um die Schutzfunktion gegen den Bodenlärm des Flughafens.

Klimainsel Kelsterbach

Im Jahr 2018 wurde die Stadt Kelsterbach in das Programm „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen. Dieser Entwicklungsprozess dient dazu, die Städte und Gemeinden nachhaltig zu entwickeln. Dazu wird eine „Lokale Partnerschaft“ gebraucht, die Berater, Ideengeber und Multiplikatoren mit in den Gestaltungsprozess einbeziehen will. Das Gremium soll dem Team „Projektstadt“ Handlungsempfehlungen machen. Eine beschließende Funktion hat die Lokale Partnerschaft allerdings nicht. (hb)