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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 47/2018
Seite 3
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Catharina von Kelsterbach

Zahlreiche Gäste trafen sich am Montagabend bei der Kolpingsfamilie zum Vortrag: Catharina von Kelsterbach - Hexenverfolgung im Hessischen Raum, es referierte: Hartmut Blaum, Vorsitzender des Volksbidungswerkes

Als begeisterter Archivar sammelte Herr Blaum, Material zum Thema Hexen-, Historie, Schadenzauber, Inquisition, Wiedertäufer und Juden. Seit dem Konzil 785 war es verboten an die Hexerei zu glauben, teils unter Strafen. Doch in der Vergangenheit bis zum 18 Jahrhundert, rührte der Zauber am Lebensnerv einer armen, am Existenzminimum lebenden Gesellschaft. Im Südhessen fanden die Hexenverfolgungen durch alle Konfessionen statt. Interessant ist, wie gut das rechtliche Verfahren, ausgelegt war. Schriften zu der inhaftierten Catharina von Kelsterbach im Jahr 1571 konnte man sehen. Zur angeblichen Tat gab diese keine Zugeständnisse ab, trotz Folterungen und am Ende erwiesen sich die Faktenakte als zu dünn – Vollzugsmeldung: unschuldig. Die damals horrenden Prozesskosten musste sie trotzdem begleichen. Beeindruckend war dieser Ausflug in die Kelsterbacher Geschichte für alle Teilnehmer. Der Vorsitzende Erhard Stenzinger bedankte sich für den Vortrag und informierte die Anwesenden über die bis Jahresende anstehenden Termine.