Titel Logo
Kelsterbach aktuell
Ausgabe 48/2020
Seite 3
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Caritas legt einen erstaunlichen Rechenschaftsbericht 2019 vor

Seit nunmehr 17 Jahren unterhält die Caritas in Kelsterbach Angebote auf dem sozialen Sektor. Beratung, Betreuung, Begegnung, das leistet die Caritas, der Leiter des Caritaszentrums Kelsterbach, Axel Hechler, stellte im Ausschuss Bildung, Soziales, Schule und Kultur, kurz BSKS, das umfangreiche Paket vor.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Kelsterbach, die die Angebote der Caritas schätzt, sorgt unter anderem dafür, dass das Mehrgenerationenhaus in der Walldorfer Straße seit 2017 zu einer festen Institution innerhalb Kelsterbachs geworden ist. Neben der Beratung von Menschen in existenziellen Notlagen hat sich im Zuge der Flüchtlingsbewegung seit 2015 die Beratung für Menschen mit Fluchterfahrung etabliert. Hinzu kommt das breite Spektrum der Schulkindbetreuung in Kelsterbach an der Karl-Treutel- und an der Bürgermeister-Hardt-Schule. Seit rund einem Jahr ist die Caritas, sie gehört zum Verband Offenbach, auch der Träger der Katholischen Kindertagestätten in Kelsterbach. Zentrales Anliegen der Caritas, so dargelegt im Jahresbericht 2019, ist die „Förderung eines toleranten, solidarischen und vielfältigen Gemeinwesens“.

Beratung

Neben der allgemeinen Lebensberatung, die auch soziale, Schulden- und Wohnungsangelegenheiten umfasst, kommt die Ausweiserstellung, um die „Lebensmittel-Tafel“ nutzen zu können. Die Erziehungs- und Paarberatung wurde 2019 111 Mal angenommen. Felder sind dabei Trennungsgespräche zwischen Eltern und Paaren, Informationen rund um die Kindererziehung, aber auch Klärung bei „Kinderwohlgefährdung“. Schwangere können sich Rat einholen und Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt stellen. Viele Migrantinnen nutzten dieses Angebot. Darunter sind viele Frauen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea.

Begegnung

Das Mehrgenerationenhaus ist auch ein Familien- und damit Begegnungszentrum. Bildungsfördernde Angebote richten sich an alle Kelsterbacher Bürgerinnen und Bürger. Ein ausführliches Programmheft, das wie überall in Deutschland, wegen Corona auch Federn lassen musste, liegt vor. Selbstbehauptungstraining für Kinder, „Urlaub ohne Koffer“ während Oster- und Sommerferien gehören dazu wie auch Tipps um das Stillen, Geburtsvorbereitung und Nachsorge.

Betreuung

Ein umfangreiches Handlungsfeld für die Caritas ist die Betriebsführung dreier katholischer Betreuungseinrichtungen. Die Katholische Kirchengemeinde Kelsterbach konnte diese Aufgabe an den Caritasverband übertragen. Das Kinderhaus Sankt Elisabeth konnte von 112 auf 137 Plätze erweitert werden, beim Familienzentrum Sankt Markus gibt es Überlegungen zu Sanierung oder Neubau. An der Karl-Treutel-Schule wurden 2019 198 Kinder zwischen 7.15 und 17 Uhr betreut. Hinzu kommen bis zu 50 Kinder an der Bürgermeister-Hardt-Schule. Auch die Mittagsverpflegung wird ermöglicht. 140 bis 160 Kinder besuchten Ferienspielangebote im Sommer, Herbst und Weihnachtsferien. Ausflüge zum Felsenmeer oder zum Opel-Zoos wurden organisiert. Eine Streetworkerin war zeitweise im Quartier Mainhöhe tätig und konnte neben Beratungen auch Freizeitangebote machen, zum Beispiel den offnen „Teenie-Treff“. Insgesamt verfügt die Caritas über 559 Betreuungsplätze für Krippenkrippen-, Kindergarten- und Grundschulkinder, die von 119 Mitarbeitern vor allem im Erziehungsdienst umsorgt werden.

Weitere Informationen unter Caritaszentrum Kelsterbach, Walldorfer Straße 2b. Telefon 069 / 20 000 440, Mail: caritas-kelsterbach@cvoffenbach.de, Internet: www.familienzentrum-kelsterbach.de. Auch ein Facebookauftritt wird angeboten. (hb)