Titel Logo
Kelsterbach aktuell
Ausgabe 49/2020
Seite 2
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Schöner, sicher, sauber

Südpark wird neu gestaltet

Ein Ziel der Stadt Kelsterbach ist es, zur Klimainsel zu werden. Mit dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) ist dieses näher gerückt. Im Rahmen des vom Bundesbauministerium geförderten Projekts „Zukunft Stadtgrün“ gab es eine Bürgerbeteiligung, die auch Bestandteil des Entwicklungskonzepts hin zur Klimainsel war. Mit Hilfe der Bürger wurden Ideen entwickelt, die für das ISEK ausgewertet und als konkrete Maßnahmen dokumentiert wurden.

Eine davon wollen wir heute vorstellen – die Neugestaltung des Südparks.

40 Jahre ist er schon alt, und obwohl noch hübsch anzusehen, entspricht er nicht mehr den Anforderungen einer starken Nutzung sowie einer klimatischen Veränderung. Es ist Zeit, den Südpark an die gegenwärtigen Bedarfe anzupassen und für die Zukunft zu rüsten.

Aktuell ist der Park in vier verschiedene, funktionale Bereiche aufgeteilt. Ein Spielbereich für Kleinkinder, Jugendliche und Erwachsene, ein Bereich zum Grillen, ein Erholungsbereich und Naturbereiche. Besonders in den letzten Jahren sind diese Strukturen durch viele innerstädtische aber auch überörtliche Besucher stark beansprucht worden. In heißen Sommern zieht es viele nach draußen und in Parks, vor allem, wenn Alternativen überfüllt sind oder fehlen. Die Hitze als auch die Besuchermassen, haben die Grünflächen und die Kommunalen Betriebe in Kelsterbach an ihre Grenzen gebracht. Die Untersuchungen zeigten deutlich: „Die Belastungskapazitäten sind ausgeschöpft und Nutzungskonflikte spitzen sich zu.“ Auch fehle es im Park an barrierefreien Wegenetzen und klar erkennbaren Eingangsbereichen, lautet eine Einschätzung im ISEK-Report.

Mit dem Entwicklungskonzept Südpark soll zunächst auf die Nutzungskonflikte eingegangen werden. In einem ersten Schritt sollen diese identifiziert und beschrieben werden, um darauf aufbauend Lösungen zu planen und eine nachhaltige Parknutzung zu ermöglichen. Mit eingeplant werden auch Klimaanpassungen sowie der Erhalt des wertvollen Bestands an Bäumen und Sträuchern.

Im Einzelnen sollen die Eingangsbereiche naturschonend gekennzeichnet, die Wege komplett barrierefrei gestaltet und mit den umliegenden Wohn- und Stadtgebieten verknüpft sowie ergänzende Angebote wie Trinkwasserspender oder der Anbau von Nutzpflanzen (Stichwort "Essbare Stadt") eingerichtet werden. Durch die Bereitstellung von Hundekot-Beutelspendern hofft die Stadt, die Verschmutzung einzudämmen, die durch eine höhere Frequentierung von Besuchern mit Hunden entstehen würde.

(ana, Foto Schönstein)

Quelle: Klimainsel Kelsterbach, ISEK-Report