Bürgermeister Manfred Ockel (l) gratulierte Emilie Bauer am Montag zum 95. Geburtstag.
1931 geboren blickt sie auf ein ereignisreiches Leben zurück. Vergangenen Montagmorgen besuchte Bürgermeister Manfred Ockel Emilie Bauer, um ihr im Namen der Stadt Kelsterbach und auch ganz persönlich recht herzlich zum 95. Geburtstag zu gratulieren. Mit im Gepäck hatte er auch die Glückwünsche des Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein und des Landrates Thomas Will. Emilie Bauer, geborene Kamm, wurde im damaligen Waldheim im Kreis Tachau im Egerland geboren, das in der Tschechischen Republik liegt. Sie kam als Hausgeburt zur Welt und wuchs als eines von zehn Kindern auf einem Bauernhof auf. Acht ihrer Geschwister waren älter, nur eines noch jünger.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie gemeinsam mit ihrer Familie aus dem was für sie Heimat war vertrieben und kam 1949 nach Kelsterbach. Hier arbeitete sie zunächst als Hausmädchen bei einem der Direktoren der Glanzstoffwerke. 1951 heiratete sie im Ort den Kelsterbacher Friedrich Wilhelm Bauer, ist jedoch seit 1989 verwitwet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Sohn Werner und Tochter Cornelia. Heute gehören drei Enkel und fünf Urenkel zur Familie.
Viele Jahre war sie beim Flohmarkt von Brunhilde Roscher engagiert und brachte sich dort mit großem Einsatz ein. Auch zu ihrem jetzigen Geburtstag möchte sie keine Geschenke erhalten, sondern wünscht sich stattdessen Spenden für die Kinderkrebshilfe.
Heute lebt die 95-Jährige einen Teil der Woche bei ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn in Eisenbach bei Selters, die andere Hälfte in Kelsterbach bei Ihrem Sohn und dessen Frau in der Dahlienstraße. Geistig hält sie sich fit mit Häkeln, regelmäßigem Rommé- und Mühlespielen und schaut sonntagabends sehr gerne den Tatort. Munter und wohlauf, blickt sie zufrieden auf ihr Leben. (lj)