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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 5/2026
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Neue Museumshelfer halten das Stadtmuseum offen

Thomas Börner und Karl Schmied (2. und 3. von links), Bürgermeister Manfred Ockel (2. von rechts) und Christian Schönstein, 2. Vorsitzender des Volksbildungswerks (rechts) freuen sich auf die Unterstützung von Gerald Wagner (links), Hubert Schöggel (mitte) und Michael Reuthal (3. von rechts), sowie Friedrich Hardt und Irmi Schäfer (nicht im Bild).

Das Volksbildungswerk Kelsterbach (VBW) hatte im Oktober des vergangenen Jahres einen Aufruf zur Suche nach neuen Helfern für das Stadtmuseum gestartet. Hintergrund war, dass durch den Wegfall ehrenamtlicher Mitarbeiter die regelmäßige Öffnung des vom VBW betriebenen Museums nicht mehr gewährleistet werden konnte. Der Aufruf war erfolgreich, vier neue Ehrenamtliche konnten auf diese Weise gefunden werden.

Gerald Wagner, Michael Reuthal, Friedrich Hardt und Irmi Schäfer unterstützen fortan die Museumsgruppe um Thomas Börner und Karl Schmied und sorgen so dafür, dass das Stadtmuseum im Unterdorf auch weiterhin immer sonntags von 15 Uhr bis 17 Uhr besucht werden kann. Zudem hat sich mit Hubert Schöggel ein weiterer Helfer gefunden, der als langjähriges Mitglied im Volksbildungswerk schon früher ehrenamtlich den Museumsdienst absolviert hat und nun erneut dafür zur Verfügung steht.

Die neuen Helfer wurden vergangene Woche von Bürgermeister Manfred Ockel, Hartmut Blaum, dem Vorsitzenden des Volksbildungswerks, seinem Stellvertreter Christian Schönstein, sowie den beiden Vertretern der Museumsgruppe im Stadtmuseum begrüßt. Eine Entlastung des auf zwei Personen geschrumpften Museumspersonals sei dringend nötig gewesen, so Schönstein. Er und Blaum zeigten sich mit der Resonanz auf den Aufruf sehr zufrieden. „Jetzt haben wir sieben Ehrenamtliche für den Museumsdienst. Es ist schön, dass sich so viele auf unseren Aufruf gemeldet haben.“

Er kenne das Museum, habe aber erst aus der Zeitung erfahren, dass ein dringender Bedarf an Helfern bestehe, so Gerald Wagner. Da er sich sehr für Geschichte und für seine Heimat interessiere, habe er gerne seine Unterstützung angeboten. Ähnlich sieht das auch Michael Reuthal, ehemaliger Leiter des städtischen Bauamts. Der Museumsdienst sei für ihn sehr interessant, da er schon immer ein Faible für Geschichte gehabt habe. Bei den ersten Einsätzen wird die Verstärkung für das Museum von Thomas Börner unterstützt. „Es wird niemand ins kalte Wasser gestoßen“, so Blaum.

Ockel, der das Museum als wichtigen Ort für die Vermittlung der Kelsterbacher Stadtgeschichte sieht, sprach seinen Dank für das ehrenamtliche Engagement aus: „Für uns ist es sehr erfreulich, dass Sie Ihre Zeit zur Verfügung stellen, um die Menschen ins Museum zu lassen.“ Schönstein ergänzte: „Das Museum lebt von den Sonderausstellungen, die ziehen die Leute an.“ Gleichzeitig müsse überlegt werden, wie das Museum darüber hinaus belebt werden könne. Ockel konstatierte, dass für die Schulen Angebote geschaffen werden sollten, die zum Geschichtsbewusstsein der Schülerinnen und Schüler beitragen. Blaum stimmte dem zu und erklärte: „Teilweise wissen Lehrer, die nicht in Kelsterbach wohnen, gar nicht, dass es ein Stadtmuseum gibt. Da müssen wir noch Aufklärungsarbeit leisten.“

Bis Ende März zeigt das Stadtmuseum jeden Sonntag die um einige neue Bilder erweiterte Ausstellung „Best of… Zu schade fürs Archiv“. Parallel dazu ist weiterhin eine Präsentation zum Doppel-Jubiläum „90 Jahre Siedlergemeinschaft und 70 Jahre Siedlerhaus“ zu sehen. Der Eintritt ist frei. (sb)