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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 50/2020
Seite 2
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Die Musikschule Kelsterbach stellt vor: Frank Koch

„Beim Musizieren ist es toll, dass Menschen zu einer Einheit werden“

Frank Koch ist zwar studierter Mathematiker mit Schwerpunkt Informatik, hat jedoch sein ganzes Leben lang hauptsächlich Musik gemacht. Seit 1991 ist er als Dozent für Klavier, Keyboard, Gitarre, Elektro-Gitarre, Elektro-Bass, Kontrabass an der Musikschule Kelsterbach. Außerdem ist er seit einigen Jahren mit Dieter Arnold als Leiter der jährlichen Schulbandprojekte an der Karl-Treutel-Schule tätig. Nachdem er bereits einige Jahre Klavier- und Gitarrenunterricht erhalten hatte, brauchte sein Bruder einen Bassisten für seine Tanzmusikband und auch sein Nachbar brauchte jemanden am E-Bass, um eine eigene Band zu gründen. Kurzerhand begann er im Blasorchester Tuba zu lernen, was ihm die Grundlage für den E-Bass bot und schnell hatte er jedes Wochenende mehrere Auftritte mit den Bands und ging mit der Tuba und dem Sousaphon auf Tourneen. Später war er zudem als Keyboarder des „Trio Kunterbunt“ aktiv. Auch heute springt er noch bei verschiedenen Gelegenheiten als Ersatzmusiker ein und tritt im Duo „Riedberg-Buam“ auf.

„Mir geht es eigentlich mehr darum, miteinander zu spielen, als um den tatsächlichen Klang der einzelnen Instrumente. Wenn man die Theorie beherrscht, ist es eigentlich nicht mehr so schwer, ein neues Instrument zu lernen.“ Dadurch, dass er selbst so viel Musik mache und höre, brauche er allerdings auch ab und zu etwas Ruhe. Wenn er jedoch Musik bewusst höre, könne er das durchaus genießen. „Ich finde es beim musizieren toll, dass man eine Einheit ist. Dieses `Auf der Bühne stehen´, zusammen mit anderen Leuten, macht einfach Spaß.“ Zum Ausgleich fahre er gerne Fahrrad und programmiere sehr viel, was jedoch vielmehr eine Herausforderung für sich sei.

Sein Unterricht habe sich über die Jahre durchaus verändert, was primär daran liege, dass sich die Schüler auch sehr veränderten. Seinen ersten Unterricht gab er bereits mit 15 Jahren. „Damals waren das noch andere Zeiten, da hat ein Schüler mindestens vier oder fünf Jahre Unterricht bei dir gehabt und dadurch, dass Instrumente eher teuer waren, wurde der Unterricht auch sehr wertgeschätzt.“ Man müsse seinen Unterricht immer an die Schüler anpassen und darauf achten, worauf sie gut anspringen würden. Dabei spiele die Konzentrationsspanne eine große Rolle, die seiner Meinung nach wiederum viel von der schulischen Belastung abhänge.

„Es macht mir Spaß, das Interesse der Schüler zu wecken und mit Schülern zu arbeiten. Das ist schon schön. Auch die Schulbands an der Karl-Treutel-Schule haben einfach immer Spaß gemacht.“ Für Koch sei es besonders wichtig, dass die Schüler gut Noten lesen lernen, aber auch selbst etwas heraushören könnten. Daher bringe er ihnen bei, die Tonart herauszuhören, Akkorde zu bestimmen und den Rhythmus festzulegen, so könnten sie sich selbst ein Lied erarbeiten. Um die Grundlagen gut zu vermitteln, habe er sogar ein Computer-Programm geschrieben: „Das Tolle daran ist, dass es immer wieder zufällig die Reihenfolge neu generiert und man so nichts auswendig lernen kann, sondern wirklich nach Noten spielen muss.“

Haben wir Ihr Interesse an Instrumentalunterricht geweckt? Dann vermittelt die Musikschule Kelsterbach unter 06107 / 773 326 oder musikschule@kelsterbach.de gerne Termine und gibt weitere Informationen rund um den Unterricht. Diese finden sich auch online unter www.kelsterbach.de oder in den ausliegenden Flyern. (ah, Bild hb)