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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 50/2020
Zu schade fürs Archiv
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Zu schade fürs Archiv – Das Nadelwehr

Der Main 2020, eine träge Suppe, gestaut durch 34 Staustufen. Die machen den Main ganzjährig schiffbar. Diese Stauwerke aber sind echte „Fischhäckselanlagen“ für Wanderfische, ein Problem, auf das der Hessische Fischereiverband immer wieder aufmerksam macht. Der Main- Ausbau in der heutigen Form stammt aus den 1930er Jahren. Doch schon 1883, mit den ersten Ausbaubemühungen und Flussbettvertiefungen, hatte man den Fluss gestaut, um möglichst den Anschluss an den begradigten Rhein zu erhalten. Daher baute man seit 1883 bei Kelsterbach an einem Nadelwehr, dessen Reste heute noch zu sehen sind. Es ist die Schleusenkammer unterhalb der neuen Bastion „Mainhöhe“ am Mainuferweg. Die heutige Staustufe Eddersheim, sie ist sogar ein Baudenkmal im „Bauhausstil“ der 1920er Jahre, wurde 1934 errichtet und vor wenigen Jahren komplett saniert. Gesteuert wird sie heute von der Leitzentrale Kostheim des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamts. Unser Bild zeigt die Reparatur des Nadelwehrs im Jahre 1927, das durch Floßholz beschädigt worden war. Sie haben selbst eigene originelle alte Fotos? Dann setzen sie sich mit dem Stadtarchiv Kelsterbach, Hartmut Blaum oder Christian Schönstein, in Verbindung, Telefon 06107 773-210/332. (hb)