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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 7/2020
Seite 2
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Es war eine Ehre

Thomas Heller ud Friedrich Schmidt bei der Verabschiedung

Der alte und neue Stadtbrandinspektor Thomas Heller und Christian Rolle mit Bürgermeister Manfred Ockel

Verabschiedung des Stadtbrandinspektors wohnen viele Gäste bei

Am vergangenen Freitag wurde der bisherige Stadtbrandinspektor Thomas Heller nach 15 Jahren offiziell aus seinem Amt entlassen. Für viele ein Grund, der Verabschiedung beizuwohnen und ihn zu ehren. Auch der ein oder andere Lacher beim Rückblick auf die lange Dienstzeit blieb nicht aus.

Den Beginn machte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Sven Schmitt. Er freute sich, dass so viele Gäste der Einladung der Freiwilligen Feuerwehr Kelsterbach gefolgt seien. Ihre Anwesenheit sei „ein lebendiger Beweis für die enorme Wertschätzung, die wir in Kelsterbach und darüber hinaus für die Arbeit und für die Person von Thomas Heller empfinden“.

Er übergab das Wort an den Bürgermeister Manfred Ockel, der in seiner Rede auf die lange Tradition der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland verwies. Die Arbeit der Feuerwehr sei schon immer eine kommunale Angelegenheit gewesen. Doch in den letzten Jahren habe sich viel getan, die Städte seien größer geworden und zur Freiwilligen sei auch eine Berufsfeuerwehr hinzugekommen. Ockel blickte auf die letzten 15 Jahre zurück und merkte an, dass Heller und er etwa zeitgleich in ihr Amt gewählt wurden. Große Momente waren laut dem Bürgermeister die Bootseinlassstelle, die 2007 endlich in Betrieb genommen worden sei oder auch die Schlauchwaschanlage, die seit 2013 das Procedere ungemein vereinfache. Generell habe der scheidende Stadtbrandinspektor viel erlebt. „Ich glaube, Herr Heller, da haben Sie in den letzten 15 Jahren ganz Besonderes geleistet.“ Da stets die Sorge nach genügend Freiwilligen im Raum stehe, werde der öffentliche Dienst in der nächsten Zeit eine größere Rolle spielen müssen, um den Feuerwehrdienst möglich zu machen, so Ockel weiter. Abschließend überreichte er Heller seine Entlassungsurkunde.

Auch von Seiten des Kreises wurde eine Laudatio auf Heller gehalten. Friedrich Schmidt, der Kreisbrandinspektor beschrieb Heller als kompetenten, neugierigen Menschen, der etwas darstelle, in sich ruhe, gerecht und akzeptiert sei - und am wichtigsten stets Mensch geblieben sei. Die Kelsterbacher Feuerwehr verliert „einen Stadtbrandinspektor der höchsten Güteklasse. Doch ihr gewinnt einen Kameraden, der immer parat steht.“ Auch ein Stellenangebot hatte er indirekt parat. Ob sich Heller nicht vorstellen könne, eine Führungsposition im Kreis zu übernehmen. Doch der winkte ab. Nun sei Zeit für seine Frau.

Nach einem Dankeswort des Vereinsringvorsitzenden Thorsten Schreiner, in dem er Grüße der 80 Vereinen der Stadt überbrachte, meldete sich noch einmal der stellvertretende Stadtbrandinspektor zu Wort.

Er erinnerte an den ein oder anderen Werdegang und hatte auch das ein oder andere Bild von zweifelhafter Ehre dabei. Zur allgemeinen Erheiterung wurden Aufnahmen aus annähernd vier Jahrzehnten gezeigt. Mit dabei komische Momente wie die seltsame Rettung eines Kaninchens, aber auch atemraubende wie Brände mit enormer Rauchentwicklung, an deren Ende völlig rußverschmierte Gesichter in die Kamera grinsten. „Das dürfte es heute nicht mehr geben“, kam denn auch gleich der Kommentar des Kreisbrandinspektors aus dem Hintergrund.

Zu guter Letzt sprachen auch der neue Stadtbrandinspektor, Christian Rolle, und die Vertreter des Feuerwehrvereins ihre Dankesworte aus und überreichten mit den übrigen Rednern das Abschiedsgeschenk, einen Helikopterfluggutschein. Auch der neue Stadtbrandinspektor bekam ein Geschenk überreicht und die besten Wünsche für sein neues Amt mit all seinen Aufgaben und Verantwortungen mit auf den Weg.

(Text und Bilder ana)