Die Fahrzeughalle wird neu in L-Form gebaut und beinhaltet 14 Stellplätze. Quelle: Ersteller, LMG Architekten GMBH
Die Stadt Kelsterbach beabsichtigt den Umbau und die Erweiterung ihres Feuerwehrhauses, weil es hinsichtlich Gebäudestruktur, notwendigen Nutz- und Verkehrsflächen sowie der gebäudetechnischen Ausrüstung nicht mehr den gültigen rechtlichen Anforderungen und dem aktuellen Stand der Technik entspricht.
Geplant ist, die Fahrzeughalle abzubrechen und durch einen L-förmigen, zweigeschossigen Neubau mit Fahrzeughalle, Funkzentrale, Stabsraum, Sozial-, Verwaltungs-, Werkstatt- und Lagerbereichen zu ersetzen. Die übrigen von der Feuerwehr genutzten Bestandsgebäudeteile werden saniert und umgebaut. Dazu gehören Erdgeschoss- und Untergeschossflächen des Gebäudeteils, der in den Obergeschossen Wohnungen enthält, sowie der daran angrenzende eingeschossige, nicht-unterkellerte Bestandsgebäudeteil der ausschließlich durch die Feuerwehr genutzt wird.
Auf der Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hatten die städtischen Gremien bereits vor drei Jahren entschieden, das Vorhaben mit einem Generalunternehmer zu realisieren. Die Gesamtbauleistungen einschließlich Wartungsleistungen für den Zeitraum der Gewährleistung wurden europaweit ausgeschrieben. Der von dem Unternehmen mit dem bestbewerteten Angebot geforderte Preis von rund 14,3 Millionen Euro bewegt sich im Rahmen des vorab geschätzten Gesamtpreises für das Projekt. Der Ausschuss für Bauen, Planung, Umweltschutz, Mobilität der Kelsterbacher Stadtverordnetenversammlung sowie das Stadtparlament selbst beschlossen in ihren jüngsten Sitzungen jeweils einstimmig die Vergabe an das präferierte Unternehmen.
Die Feuerwehr ist bereits übergangsweise in Container gezogen, mit dem Abbruch der Bestandsgebäude wird in Kürze begonnen. Danach soll unmittelbar die Bauausführung beginnen. Für diese Phase werden die Projektsteuerungsleistungen der Leistungsstufe 4 (Ausführung) benötigt. Der Bauausschuss hat das bereits mit den Leistungsstufen 1 bis 3 beauftragte Unternehmen jetzt auch mit der Leistungsstufe 4 betraut. Die Kosten betragen knapp 259.000 Euro. Außerdem musste das Honorar für die Leistungsstufen 1 bis 3 der Projektsteuerung wegen der geänderten Bemessungsgrundlage der Kostenberechnung und wegen der Verlängerung des Leistungszeitraums um insgesamt rund 268.000 Euro auf rund 517.000 Euro erhöht werden, was die einhellige Zustimmung des Ausschusses fand. (wö)