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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 8/2020
Seite 3
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IGS lud Viertklässler zum Schnuppertag ein

Impressionen vom Tag der offenen Tür an der IGS

Berufsmessen, Musikklassen, Schüleraustausche, Sportförderung - die Integrierte Gesamtschule (IGS) hat eine ganze Menge zu bieten. Was alles Bestandteil des umfangreichen Portfolios der Ganztagsschule ist, zeigte sich vergangen Samstag nach der musikalischen Einstimmung durch die Instrumentalklassen.

Aufgrund des anstehenden Schulwechsels von der Grundschule in die weiterführenden Schulen öffnete die IGS ihre Pforten und informierte die angehenden Fünftklässlern und deren Eltern im Stufensaal darüber wie sie ihren Grundsatz „Wissen vermitteln und Persönlichkeit stärken“ in die Praxis umsetzt. Bei einer Klassengröße von höchstens 25 Schülern und einer angestrebten Doppelbesetzung bei den Lehrkräften werden die Schüler individuell gefördert. Durch das lange Lernen im Klassenverband und die erst später stattfindende Unterteilung in leistungsstärkere und -schwächere Kinder wird die Entscheidung über den Schulabschluss möglichst lange offengehalten, um den bestmöglichen erzielen zu können. In den höheren Klassenstufen ist dann „die Berufsorientierung ganz wesentlich“, für die zwei Jobcoaches den Schülern mit Rat und Tat zur Seite stehen, erläuterte der stellvertretende Schulleiter Christian Reschke. Wie der Unterricht im Jahrgang fünf aussehen könnte, zeigte Stufenleiterin Ursula Rosenblatt anhand eines Beispielstundenplans. Neben den Hauptfächern, die in Doppelstunden unterrichtet werden, wird zusätzlich das „Soziale Lernen“ eingeführt, dessen Ziel es ist, dass die Kinder „als Team zusammenzuwachsen“. Das neu dazukommende Hauptfach Gesellschaftslehre enthält Bausteine aus Politik, Geschichte und Sozialkunde. Wie eine Schulstunde in diesem Fach in der Praxis aussieht, konnten sich Kinder und Eltern direkt im Anschluss im Unterricht von Daniela Milinkovic anschauen. Diese nahm mit den Schülern, nach einer kurzen Sporteinheit zum Auflockern und wach werden, Erdkunde durch. Die Interessierten konnten auch in den Unterricht anderer Fächer wie Englisch, Deutsch und Biologie reinschnuppern und sich so selbst ein Bild von der Unterrichtsqualität machen. In Physik etwa lernten sie bei Elmar Hoßfeld die Grundlagen des Magnetismus kennen und durften an verschiedenen Stationen selbst kleine Experimente durchführen. Neben der Unterrichtsgestaltung zeigten sich viele Eltern vor allem vom vielfältigen Angebot überzeugt. So gibt es etwa bei den Arbeitsgemeinschaften eine stattliche Auswahl aus den verschiedensten Sparten von Bühnentechnik bis hin zur Theatergruppe und dem Schulsanitätsdienst. Aber auch durch die freiwillige Ausbildung zum Mediator oder das Projekt „Digitale Helden“, bei dem der bewusste Umgang mit dem Internet vermittelt wird, können sich die Schüler frei entfalten und nach ihren jeweiligen Neigungen entwickeln. Bei den zahlreichen Möglichkeiten, zu denen nicht zuletzt auch die herausragende technische Ausstattung zählt, sei es nicht verwunderlich, dass sich auch viele Frankfurter für die IGS interessieren, so Reschke. Der weitaus größere Teil der rund 700 Schüler stamme aber nach wie vor aus Kelsterbach. (Text und Collage/So)