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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 8/2021
Seite 1
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Kreis macht auf Impfreihenfolge aufmerksam

Prioritätenfolge streng eingehalten

KREIS GROSS-GERAU - Wegen vermehrt auftretender Nachfragen hinsichtlich der Impfreihenfolge weist die Leitung des Groß-Gerauer Impfzentrums nochmals auf die Regelungen der Corona-Impfverordnung hin. Aktuell dürfen nur Personen, die nach §2 der Impfverordnung zur höchsten Priorität zählen, geimpft werden.

Auch übrige Dosen dürfen nur an Personen verimpft werden, die zur höchsten Prioritätsgruppe gehören; dazu zählt zum Beispiel auch Personal des Rettungsdiensts.

Im Detail heißt es im §2 der Corona-Impfverordnung:

Mit höchster Priorität Anspruch auf Schutzimpfung haben:

1.

Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,

2.

Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind,

3.

Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben,

4.

Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren sowie in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden,

5.

Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

„Wenn am Ende eines Impftages angebrochene Fläschchen noch zu verimpfen sind, melden wir uns bei der Gefahrenabwehr“, sagte Andreas Franz, organisatorischer Gesamtleiter des Groß-Gerauer Impfzentrums. In der Folge ruft die Gefahrenabwehr des Kreises die Personen aus den Rettungsdiensten (DRK, Johanniter, Malteser, mfs usw.) an. Das verfügbare Personal muss dann innerhalb kurzer Zeit zum Impfzentrum kommen, um die übriggebliebenen Dosen zu erhalten.

Landrat Thomas Will und Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer dankten den Organisatoren und Organisatorinnen im Impfzentrum bei dieser Gelegenheit nochmals für ihre Arbeit, die große Flexibilität erfordere: „Bei uns im Kreis läuft alles reibungslos und regelkonform ab.“ Sie seien sicher, dass dies auch so bleibe, wenn in absehbarer Zeit die zweite Anspruchsgruppe (Hohe Priorität) hinzukommt. (kreisgg)

Beachten Sie auch die Hinweise der Hessischen Landesregierung zur weiteren Impfperspektive inklusive Übersichtsschaubild im Innenteil. (ana)