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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 8/2026
Seite 2
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Die Stadt gratulierte…

Isolde Zibulak (vorne Mitte) mit ihren Gästen (vl, hinten).: Günter Friedl, Conny Simon, Andrea Zibulak, Tristan Gesing, Bürgermeister Manfred Ockel, Thomas Gesing, Gerhard Zibulak, sowie (vl, vorne) Brigitte Friedl, Bozena Flor und Ingrid Gesing.

… Isolde Zibulak zum 95. Geburtstag

In der vergangenen Woche feierte Isolde Zibulak, geborene Simon, im Kreise von Familie und engen Freunden ihren 95. Geburtstag. Bürgermeister Manfred Ockel besuchte die Jubilarin, um ihr im Namen der Stadt zu gratulieren. Die besten Wünsche des hessischen Ministerpräsidenten und des Landrats überbrachte er ebenfalls in Form von Urkunden. Im Anschluss an diesen offiziellen Teil nahm sich der Bürgermeister Zeit für ein angeregtes Gespräch mit Isolde Zibulak, um mehr über ihr Leben zu erfahren.

Geboren wurde sie 1931 in Friedeberg im ehemaligen Sudetenland, wo sie die ersten acht Jahre ihrer Kindheit verbrachte. Nach Kelsterbach kam sie 1959 mit ihrem Mann Ernst, den sie in der Wieskirche, einer berühmten Wallfahrtskirche im bayerischen Steingaden, geheiratet hat. Ernst Zibulak hatte die Möglichkeit erhalten, im Februar 1958 in Kelsterbach die Kronen Apotheke zu eröffnen. Dort hat das Ehepaar viele Jahre zusammen gearbeitet, bevor Sohn Gerhard Zibulak, mittlerweile unterstützt von Enkel Tristan Gesing, die Leitung übernommen hat.

Anderthalb Jahre nach der Eröffnung der Apotheke zog das Ehepaar mit Sohn Gerhard und Tochter Brigitte vom vorherigen Wohnort Frankfurt in die Untermainstadt. Wie Isolde Zibulak dem Bürgermeister berichtet, habe sie, als sie das erste Mal in Kelsterbach am Bahnhof ausgestiegen ist, gedacht: „Hier bleibe ich nicht.“ Das ist 67 Jahre her – 67 Jahre, in denen sich nicht nur dieser erste Eindruck, sondern auch die Stadt stark gewandelt hat. Zunächst wohnte die Familie, die bald um Tochter Ingrid anwuchs, in der Albert-Schweitzer-Straße, bevor sie 1963 in das Haus in der Kolpingstraße zog, in dem Isolde Zibulak bis heute lebt.

Ihre großen Leidenschaften seien das Skifahren und das Tennisspielen gewesen, so die Jubilarin. Mit Sohn Gerhard habe sie sogar einmal die damalige Kelsterbacher Tennis-Stadtmeisterschaft gewonnen. Auch das Autofahren habe sie geliebt. Mit Fahrten in den Skiurlaub, Besuchen bei den Eltern und regelmäßigen Ausflügen nach Frankfurt seien da schon gut und gerne 25.000 Kilometer im Jahr zusammen gekommen. Gereist sei sie ebenfalls sehr gerne, besonders nach London, wo sie 22-mal war, nach Schottland und Irland sowie zum Skifahren nach Süd-Tirol. Sehr gerne erinnert sie sich auch an eine Reise nach Bangkok und Hongkong, die sie von ihren Kindern zum 65. Geburtstag geschenkt bekommen hatte.

Heute hält sich Isolde Zibulak mit Spaziergängen und Gymnastik – unterstützt durch Pflegerin Bozena Flor – fit. Sie spielt leidenschaftlich gerne das dem Kartenspiel Rommé ähnliche Rummikub, das mit Zahlenplättchen gespielt wird. „Da ist sie nicht zu schlagen“, verrieten ihre Kinder dem Bürgermeister. Zudem sei sie sehr Computer-affin. „Als wir in der Apotheke angefangen haben, mit Computern zu arbeiten, musste ich den Umgang damit lernen“, berichtet Zibulak. Das mache ihr bis heute viel Spaß. (sb)