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Kelsterbach aktuell
Ausgabe 9/2020
Seite 3
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Jahr 2020: Ein Füllhorn mit größeren Vorhaben

Kelsterbach entwickelt sich weiter, und das mit Konsequenz und absehbar. Bürgermeister Manfred Ockel stellte den Vorhabenplan der Stadt der Öffentlichkeit vor, so wie ihn der Magistrat goutiert hatte.

Dabei wird klar, dass die Stadt Kelsterbach in einem intensiven fortlaufenden Entwicklungsprozess steckt, der mit der Aufbruchphase nach dem Weltkrieg in der 1950er und 60er Jahren und der Ausweitung der Stadt nach Süden hin vergleichbar ist. Rund 14 Mio. Euro investiert die Stadt im Haushaltsjahr 2020. Verteilt sind diese Gelder auf rund 45 Projekte, die geplant, angefangen, weitergeführt oder vollendet werden. In mehreren Teilen wird das Programm vorgestellt.

Stadtmitte wird weiterentwickelt

Abgeschlossen ist die Errichtung eines großen Investorengebäudes mit Wohnungen, einem Supermarkt sowie der Filiale der Kreisparkasse, sagte Ockel. Der Zuspruch sei hoch, die Stadtmitte werde angenommen. Als nächster Schritt stehe die Verlegung der Haltestellen und deren barrierefreier Ausbau an. Vorbereitende Maßnahmen wie die Entnahme von Bäumen wurden bereits getroffen. Es soll ein Bebauungsplan für die „Alte“ Mörfelder Straße aufgestellt werden. Dort hat ein Investor bereits Grundstücke gekauft. Zur Stärkung des Einzelhandelns und zur Fortentwicklung wünscht sich Ockel noch einen Drogeriemarkt für die Nahversorgung in der Stadtmitte. Die Tiefgarage von tegut wurde bereits so konzipiert, dass sie erweitert werden könne. Auch weiterer Wohnraum kann in der Mörfelder entstehen. Die Unterführung, so die Planung, soll bis zur Fußgängerüberführung einen „Deckel“ bekommen und somit eine ebene Fläche werden. Der Straßenverkehr soll mit einer fest installierten Geschwindigkeitsmessanlage gebremst werden. Zum Ausbau der Stadtmitte gehört auch der Aufzug zu den Bahnsteigen des Bahnhofs, hier ist eine Fertigstellung im Frühjahr des Jahres geplant. Die Videokamera wird neu justiert, das werde auch hoffentlich eine mutwillige Zerstörung des neuen Aufzugs verhindern helfen, so Ockel.

Facharztzentrum gewünscht

Hoffnung setzt der Bürgermeister auf die Einrichtung eines Facharztzentrums in der Stadtmitte in Zusammenarbeit mit dem GPR-Klinikum Rüsselsheim. Hier winken Zuschüsse vom Land Hessen. Es fehlten neben den Allgemeinmedizinern noch Fachärzte, beispielsweise Hautärzte oder Hals/Nasen/Ohren-Spezialisten. Die könnten an festgelegten Tagen in einer gemeinschaftlich genutzten Facharztzentrale Sprechstunden anbieten.

Baugebiet Länger Weg

Die Erschließung des Baugebietes schreitet weiter. Das betrifft 2020 vor allem den Endausbau der Stichstraßen bis zur Baugè-Straße. In der Planung ist auch die Anlage des Baugè-Platzes. Mit dem Bau eines Kinderspielplatzes in der Gartenstraße wurde im Januar 2020 bereits begonnen, das Spielgerät an der Lärmschutzwand wird erweitert.

Digitale Stadt

Die Kelsterbacher Schulen sollen einen Breitbandanschluss erhalten. Nach Auswertung einer Bürgerbeteiligung sollen Maßnahmen zur Umsetzung der Digitalisierung festgelegt werden. Das öffentliche WLAN-Programm des Landes Hessen (Dorflinde) soll noch einmal um zehn weitere Hotspots erweitert werden. Im Rathaus werden einige Behördengänge auch künftig online möglich werden. (Vorhaben 2020: wird fortgesetzt). (hb)