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Nauheimer Gemeindespiegel
Ausgabe 24/2018
Heimatmuseum Nauheim
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Heimat- und Museumsverein

Der Nauheimer Leichenwagen von 1898 auf dem Transportanhänger

Der Theatertrupp nach der Aufführung vor dem Leichenwagen

Beisetzung der Knochenfunde im Kirchhof

Das größte Museumsexponat verließ vorübergehend Nauheim

In der Remeise des Heimatmuseums befindet sich neben der „fahrbaren Motorsäge“ der historische Leichenwagen, erbaut 1898 und bis 1952 im Einsatz. Der letzte Leichenwagenfahrer war von 1944 bis 1952 der Landwirt Wilhelm Traiser aus der Vorderstraße. Nach der Herrichtung der Remise in der ehemaligen Scheuer des Landwirtes und Mitgliedes des Heimat- und Museumsvereins, Alwin Geyer, Anfang der 90er Jahre, wurde dieses Gefährt dort abgestellt. Nur einmal seit dieser Zeit wurde der Leichenwagen zur Begasung (Beseitigung von Holzwürmern) aus der Remise entfernt. Nun war ein weiterer Anlass gegeben. Der Wagen wurde der Stadt Mörfelden für einige Tage als „Kulisse“ ausgeliehen. Am letzten Sonntag wurde in der evang. Kirche vom „Teatertrupp“ des Mörfelder Museums szenisch in drei Bildern „Die Totenfrauen und der letzte Mörfelder Leichenwagenfahrer, der noch mit Pferd und Wagen durch den Ort fuhr“ dargestellt. Hintergrund war die Umbettung von menschlichen Skelettteilen aus dem 17. Jahrhundert und früher, die bei Ausschachtungsarbeiten im Kirchhof der evang. Kirche gefunden wurden. Die anschließende Beisetzung der Knochenfunde (1232 - 1651) wurde von Frau Pfarrerin Schätzler-Weber in würdiger Form durchgeführt. Musikalisch begleitet vom Posaunenchor Mörfelden. Auch Vorstandsmitglieder des Nauheimer Museumsvereins waren als geladene Gäste zugegen. - Mehr im Internet unter www.heimatmuseum-nauheim.de