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Nauheimer Gemeindespiegel
Ausgabe 24/2020
Aus unserer Gemeinde
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Freireligiöse Gemeinde Nauheim

Mittlerweile ist es schon viele Wochen her, dass Sie an einer unserer Feierstunden teilnehmen konnten. Unter diesem Link finden Sie eine Impression für eine Mini-Meditation: https://photos.app.goo.gl/X9kGuNKk9hy5TVBn8

Der Maibaum

Nicht nur in Nauheim, auch in vielen anderen europäischen und außereuropäischen Orten wird ein Maibaum aufgestellt und so genannte Maien, Sträuße aus grünen Zweigen, verteilt. Er gehört mit zu den ältesten Frühlingsbräuchen, die über die Kulturen hinweg Verehrung fanden.

Den Frühling zu feiern, sich der Fruchtbarkeit der Welt zu versichern, war allen ein Anliegen. Das Besondere am Maibaum ist die Beteiligung der ganzen Gemeinschaft im Ort, wobei die Beschaffung und das Aufstellen ein Privileg der Jugend ist. Um den Maibaum herum wird gemeinsam gefeiert, getanzt, es werden Wettkämpfe veranstaltet. Bei den Frühlings-Treffen der englischen und amerikanischen Unitarier bringen einige ihre speziellen Tänze um den Maibaum mit.

Die Feier der Gemeinschaft und der Aufbruch des Lebens in den Mittelpunkt zu stellen, gelingt heute nur noch wenigen Veranstaltungen. Nicht umsonst fanden die Maibäume gerade in den Zeiten der französischen Revolution besonderen Anklang, entsprachen sie dem Aufbruchsempfinden ihrer Zeit. Auch wir haben heute allen Grund, uns auf das Leben zu besinnen und seine Fruchtbarkeit zu wahren. So viele Arten sind in der heutigen Zeit in ihrem Überleben bedroht, Natur- und Landschaftsschutzgebiete werden immer wieder kurzsichtigen Interessen geopfert. Wir können zwar den Maibaum für uns zurechtstutzen, aber in einer völlig gestutzten Natur zu leben nimmt uns ein Teil unseres Lebens selbst. Daher sollten wir die Maien selbst an den Bäumen lassen als Zeichen unserer Achtung vor dem Leben.

Freireligiös und was noch? Für weitere Auskünfte oder Fragen, aber auch Anregungen können Sie mich gerne ansprechen: Wolfgang Karell (Tel. 06152- 64962).

Passen Sie weiterhin auf sich auf!