im Alltag betrachten wir unsere Gemeinde oft aus der unmittelbaren Nähe. Wir sehen, was vor der eigenen Haustür passiert, wir erleben Baustellen, Herausforderungen, Diskussionen und Verbesserungsbedarf ganz direkt. Dieser Blick ist wichtig, denn er zeigt uns, wo wir konkret anpacken müssen.
Gleichzeitig lohnt es sich aber auch, hin und wieder einen Schritt zurückzutreten und Nauheim nicht nur aus der eigenen Perspektive, sondern auch mit einem Blick von außen zu betrachten. Gerade externe Bewertungen, Vergleichswerte und unabhängige Analysen helfen uns dabei, unsere Gemeinde aus der Vogelperspektive zu sehen. Sie ordnen ein, wo wir im Vergleich zu anderen Kommunen stehen, welche Stärken wir haben und wo wir uns weiterentwickeln können. Umso erfreulicher ist es, wenn eine solche unabhängige Betrachtung zeigt: Nauheim steht richtig gut da.
Das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln hat nämlich im aktuellen „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge“ [1] 10.817 Kommunen in Deutschland untersucht. Bewertet wurden zentrale Bereiche, die für unser tägliches Leben entscheidend sind: Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitalisierung und Freizeit. Also genau die Themen, die darüber entscheiden, ob eine Gemeinde gut erreichbar, gut versorgt, lebenswert und zukunftsfähig ist.
Und das Ergebnis für Nauheim kann sich sehen lassen: Unsere Gemeinde erreicht bundesweit Rang 319 von 10.817 Kommunen und wird insgesamt mit „sehr gut“ eingestuft. Damit gehört Nauheim deutschlandweit zu den sehr gut versorgten Kommunen. Das ist ein starkes Signal und ein Grund zur Freude. Denn Daseinsvorsorge ist kein abstrakter Begriff. Sie bedeutet ganz konkret: Wie gut erreichen wir Schulen, Ärztinnen und Ärzte, Apotheken und andere wichtige Einrichtungen? Wie steht es um Mobilität und Anbindung? Wie gut sind digitale Voraussetzungen? Welche Freizeitmöglichkeiten gibt es? All das prägt unseren Alltag – für Familien, ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, Berufstätige, Vereine, Unternehmen und alle, die hier leben.
Gutes Abschneiden ist kein Zufall. Dazu gehören unsere nachhaltige kommunale Arbeit, das kluge Ausnutzen von Standortvorteilen, engagierte Menschen und Vereine und eine Gemeinde, in der viele mit anpacken. Unsere Verwaltung, die gemeindlichen Gremien, Vereine, Einrichtungen, Ehrenamtliche, Unternehmen und nicht zuletzt Sie als Bürgerinnen und Bürger tragen alle dazu bei, dass Nauheim eine lebenswerte Gemeinde ist und bleibt – danke dafür!
Natürlich heißt ein solches Ergebnis nicht, dass alles perfekt ist. Auch in Nauheim gibt es Aufgaben, dich ich gemeinsam mit der Verwaltung entschlossen angehe: Wir wollen weiterhin in unsere Infrastruktur (Gewerbepark Süd, Glasfaserausbau, etc.) investieren, Betreuungsangebote im Blick behalten, Mobilität weiter verbessern (z. B. Ladesäulen für eAutos), Digitalisierung in der Verwaltung voranbringen und so unsere Gemeinde gut für die Zukunft aufstellen. Gerade dieses gute Ergebnis verpflichtet mich und uns, nicht stehenzubleiben.
Aber es zeigt auch: Wir haben eine starke Grundlage. Nauheim muss sich im bundesweiten Vergleich nicht verstecken – ganz im Gegenteil. Wir können mit Selbstbewusstsein sagen: Unsere Gemeinde ist gut aufgestellt. Wir haben allen Grund, dankbar, zufrieden und motiviert zu sein.
Deshalb möchte ich dieses Ergebnis auch als Ermutigung verstehen. Es zeigt, dass sich kontinuierliche Arbeit lohnt. Es zeigt, dass unsere Gemeinde mehr ist als die Summe einzelner Herausforderungen. Und es zeigt, dass wir gemeinsam viel erreicht haben.
Lassen Sie uns diesen Weg weitergehen: mit realistischem Blick auf die Aufgaben, mit Freude über das Erreichte und mit dem festen Willen, Nauheim Schritt für Schritt noch besser zu machen.
[1]: https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/matthias-diermeier-konrad-doliesen-melinda-fremerey-hendrik-boehmer-jan-felix-engler-jan-wendt-iw-gemeindecheck-wie-gut-ist-meine-gemeinde-versorgt.html "IW-Gemeindecheck: Wie gut ist meine Gemeinde versorgt? - Institut der deutschen Wirtschaft (IW)"