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Nauheimer Gemeindespiegel
Ausgabe 26/2018
Aus dem Vereinsleben
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Bund der Vertriebenen - Kreisverband Groß-Gerau

Ausstellung „Erzwungene Wege“

Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts thematisiert die Wanderausstellung „Erzwungene Wege“ der Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“. Der Kreisverband Groß-Gerau des Bundes der Vertriebenen (BdV) und die Kreisgruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft zeigen die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes Groß-Gerau.

Auf Texttafeln, Abbildungen, Fotografien und Landkarten sowie persönlichen Gegenständen und Zeitzeugenberichten werden die erzwungenen Wege von mehr als 30 Völkern Europas nachgezeichnet. Die Dokumentation bietet eine Gesamtschau unterschiedlicher Erscheinungsformen der erzwungenen Migration. Dabei werden auch historische Vorgänge dargestellt, die in Deutschland und im übrigen Europa weniger bekannt sind. Sie verdeutlichen, dass Vertreibungen im 20. Jahrhundert als gesamteuropäisches und nicht nur deutsches Phänomen zu betrachten sind.

Aufgezeigt werden Ursachen, Auswirkungen und Folgen von Vertreibung: beginnend mit dem Völkermord an den Armeniern 1915 über die Vertreibung der Juden in Deutschland ab 1933 und die Vertreibung der Deutschen am Ende des Zweiten Weltkrieges bis hin zu den Kriegen um das zerfallende Jugoslawien in den Jahren um 1990. Neben menschlichen Tragödien werden auch kulturelle Verluste dargestellt.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 6. Juli, um 11 Uhr durch Landrat Thomas Will. „Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts“ lautet das Thema für den Vorsitzenden der Stiftung, Christean Wagner, ehemaliger hessischer Justizminister. Es wirkt die BdV-Musik- und Gesangsgruppe Biebesheim/Dornheim mit. Bis Freitag, 17. August, ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes zu sehen: Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 16 Uhr.