stellen Sie sich vor, die Kosten steigen stetig - doch die eigenen Möglichkeiten, darauf zu reagieren, werden immer kleiner. Genau in dieser Situation befinden sich aktuell viele Kommunen - und auch wir hier in Nauheim.
Vielleicht haben Sie den Aktionstag „Kommunen am Limit“ wahrgenommen. Er steht symbolisch für eine Entwicklung, die auch bei uns spürbar ist und soll ein Weckruf in Richtung Bund und Länder sein: Ein immer größerer Anteil unserer Einnahmen fließt in Pflichtaufgaben wie die Kreis- und Schulumlage. Gleichzeitig steigen Inflation und auch die Kosten für Personal, Energie, Bauleistungen und vieles mehr.
Vor diesem Hintergrund hatte der Gemeindevorstand der Gemeinde Nauheim im Rahmen der laufenden Haushaltsdebatte der Gemeindevertretung vorgeschlagen, die Hebesätze für Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer vorsorglich anzupassen - aber: ohne dies vorerst umzusetzen und erst einmal die kommenden Haushaltsberatungen abzuwarten.
Es war uns wichtig, zunächst keine unmittelbare Mehrbelastung für die Bürgerinnen und Bürger auszulösen, sondern hatten das Ziel, unsere Handlungsfähigkeit im Jahr 2026 zu sichern und die Beratungen des Haushalts abzuwarten. Die Gemeindevertretung hat diesen Vorschlag am 25. Juni 2026 zu meinem Bedauern einstimmig abgelehnt.
Damit entfällt für das laufende Jahr eine wichtige Steuerungsmöglichkeit. Finanzielle Spielräume werden voraussichtlich nur noch über Kredite dargestellt werden können, mit entsprechenden Auswirkungen auf zukünftige Investitionen.
Unabhängig davon bleibt klar: Gemeindevorstand, Gemeindevertretung und ich werden gemeinsam verantwortungsvoll handeln, die finanzielle Stabilität sichern und die Belastungen für Sie so gering wie möglich halten.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Homepage der Gemeinde unter nauheim.de
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Ich wünsche Ihnen schöne Sommertage!
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