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Nauheimer Gemeindespiegel
Ausgabe 49/2019
Heimatmuseum Nauheim
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Der Nikolaus

Für die Kinder ist es natürlich ein Highlight, wenn der Heilige Nikolaus am 6. Dezember vorbeischaut und ihnen Geschenke mitbringt. Allerdings ist der Nikolaustag in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag. Heißt also: In keinem Bundesland sind am Nikolaustag die Geschäfte, Ämter oder Schulen geschlossen.

Um gleich mit einem weit verbreiteten historischen Irrtum aufzuräumen: Oft ist zu hören, der heilige Nikolaus sei ein türkischer Bischof gewesen, beziehungsweise ein Bischof in der Türkei. Bei solchen Aussagen muss der Althistoriker, dessen Fachgebiet die griechisch-römische Antike ist, umgehend Einspruch erheben. Fakt ist: Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra. Die antike Küstenstadt Myra heißt heute Demre und liegt im Süden der Türkei, nahe der Touristenhochburg Antalya. Allerdings gehörte Myra zu Lebzeiten des Heiligen Nikolaus zum Römischen Reich. Genauer gesagt: zum lykischen Staatenbund. Die Lykier waren ein Volk mit eigener Kultur, Sprache und Schrift und blieben auch unter römischer Herrschaft relativ unabhängig. Außerdem: Die Türkei gibt es erst seit 1923.

Nikolaus von Myra (* zwischen 270 und 286 in Patara; † 6. Dezember 326) ist einer der bekanntesten Heiligen der Ostkirchen und der lateinischen Kirche. Sein Gedenktag, der 6. Dezember, wird im gesamten Christentum mit zahlreichen Volksbräuchen begangen.

Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien, damals Teil des römischen, später des byzantinischen Reichs, heute der Türkei. Sein griechischer Name Nikólaos bedeutet Sieg des Volkes und war bereits in vorchristlicher Zeit gebräuchlich.

Über das Leben des historischen Nikolaus gibt es nur wenige belegte Tatsachen. Nach übereinstimmenden Überlieferungen wurde Nikolaus zwischen 270 und 286 in Patara geboren, einer Stadt in Lykien. Der Überlieferung zufolge wurde er mit 19 Jahren von seinem Onkel Nikolaus, dem Bischof von Myra, zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe war Nikolaus der Jüngere zunächst Abt des Klosters Sion in der Nähe von Myra. Von seinen Eltern hatte er einen großen Besitz geerbt, mit dem er ein recht bequemes Leben hätte führen können. Nikolaus aber verwendete all sein Gold und seinen Reichtum, um damit armen Menschen zu helfen.

Im Jahr 313 endete die Christenverfolgungen offiziell, als Kaiser Konstantin und sein Co-Imperator Licinius das Mailänder Toleranzedikt verabschiedeten, das allen römischen Bürgern Religionsfreiheit garantierte. Ab 324 regierte Konstantin als Alleinherrscher. Im folgenden Jahr berief der Kaiser, der sich nun offen zum Christentum bekannte, das Konzil von Nizäa ein. Zum ersten Mal nach dem Apostelkonzil in Jerusalem - und nach 300 Jahren der Christenverfolgung - sollten 1.800 Bischöfe aus dem ganzen Römischen Reich die zukünftige offizielle Lehre der Kirche beschließen. Nach der Überlieferung nahm auch der Heilige Nikolaus an diesem Konzil teil.

Todestag des Heiligen Nikolaus von Myra ist der 6. Dezember. An diesem Tag wird bei uns der Festtag des Heiligen Nikolaus gefeiert - auch Nikolaustag genannt. An diesem Tag haben auch alle Männer mit Namen Nikolaus oder der Kurzform Klaus Namenstag.

(Quellen: Wikipedia; Merkur.de

Sonderausstellung "Luftbilder von Nauheim"

Die Sonderausstellung mit Luftbildern von 1969 im Vergleich zu Luftbildern von 2019 ist letztmalig in diesem Jahr am 8. Dezember von 14 - 16 Uhr im Heimatmuseum zu sehen.

Erst am 19. Januar 2020 ist mit anschließendem Sammeltassen-Kaffee die Ausstellung erneut geöffnet.