Titel Logo
Nauheimer Gemeindespiegel
Ausgabe 7/2026
Heimatmuseum Nauheim
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Heimat- und Museumsverein

Hegbachsee in den 1960er Jahren

Der Hegbachsee

Die Gemeinde Nauheim plant auf der Nauheimer Seite des Hegbachsees das bestehende Erholungsgebiet mit Beteiligung der Bevölkerung aufzuwerten unter Einbeziehung von Hotel, Kleinschwimmbecken, Minieisenbahn, Spielplatz, Grillfläche und Campingplatz. Zur Entstehung des Sees ein Blick in die Vergangenheit.

Mit dem Bau der Autobahn-Eckverbindung A 67 Mönchhof – Darmstadt entstand zur Gewinnung von Sand und Kies in den Jahren 1962 – 1964 der Hegbachsee. Er wurde ursprünglich als Sandfang und Hochwasserschutzraum projektiert und später als Badesee und Wassersportfläche umfunktioniert. Von Anfang an wurde der Baggersee als Hochwasser-Rückhaltebecken konzipiert mit den beiden Einleitern Hegbach und Apfelbach.

Der See hatte ursprünglich eine max. Tiefe von 21 m. Seine größte Breite war 250 m, seine größte Länge ca. 460 m. Er hatte eine Fläche von 120.000 m². Der entstandene See wurde damals Nauheimer Waldsee genannt. Die Stadt Groß-Gerau benannte ihn Niederwaldsee nach der Gemarkung „Niederwald“.

Im Frühjahr 1978 gab es eine länger anhaltende Regenperiode, welche auch die Zuflüsse betraf. Der Hegbach führte organisches, mit Salmonellen und Colibakterien, aber auch anderen Schadstoffen, belastetes Wasser in den See ein. Dies führte zu einem dauerhaften Badeverbot, das bis heute andauert.

Mit dem Ausbau des Rundwanderweges um den See wurden am 17.02.1988 (Aschermittwoch) auch die Stacheldrahtsperren zwischen den beiden Kommunen beseitigt. Ein Umkehren an den Gemarkungsgrenzen war dann nicht mehr erforderlich.

1987/88 beschlossen Nauheim und Groß-Gerau die Uferzonen zu bepflanzen. 2.000 Sträucher und 90 Strauchweiden wurden am Ufer gepflanzt, auch um Badegäste und Surfer vom Wasser fernzuhalten.