Landkreis Groß-Gerau (ots) - Die Polizei ermittelt derzeit in mehreren Fällen, in denen falsche Mitarbeiter eines Telefondienstleisters ihre angeblichen Kunden um mehrere tausend Euro betrogen haben. In den letzten Wochen sind den Beamten insgesamt 14 Fälle aus den Bereichen Ginsheim-Gustavsburg, Kelsterbach, Mörfelden-Walldorf und Nauheim gemeldet worden. Das Vorgehen der Unbekannten war dabei immer ähnlich: Unter dem Vorwand für ein Telefonunternehmen zu arbeiten und etwas am Anschluss ergänzen zu müssen, gelangten die Täter in die Wohnung. Dort verlangten die Betrüger eine Versandgebühr für ein benötigtes, technisches Gerät, die im Voraus entrichtet werden musste. Dabei gelangten sie an die Bankkartendaten und die PIN der Geschädigten und buchten im Nachgang einen bis zu vierstelligen Geldbetrag vom Konto ab. Bei dem angeblichen Mitarbeiter handelte sich meistens um einen Einzeltäter. Gelegentlich waren die Ganoven auch zu zweit unterwegs. In einem Fall konnte der Täter wie folgt beschrieben werden: Er war männlich und zwischen 25 und 30 Jahren alt. Außerdem soll er etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß und schlank gewesen sein. Der Mann hatte kurze, schwarze Haare. Bekleidet war er mit weißen Schuhen und einer blauen Jeans. Zudem trug der Täter eine dunkelblaue Jacke mit "Vodafone"-Logo auf dem Rücken und eine dunkle Umhängetasche mit "Vodafone"-Logo.
Wer Hinweise auf den beschriebenen Täter geben kann oder ebenfalls Kontakt mit den angeblichen Telefondienstleistern hatte, wird gebeten sich bei der Kriminalpolizei in Rüsselsheim (K20) unter der Telefonnummer 06142/696-0 zu melden.
Vor dem Hintergrund des aktuellen Geschehens warnt die Polizei vor falschen Handwerkern oder Dienstleistern und rät: Lassen sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung. Lassen Sie Handwerker und Dienstleister nur dann herein, wenn Sie diese selbst bestellt haben. Bitten Sie gegebenenfalls darum, vor der Wohnungstür zu warten, bis Sie sich mit einer Vertrauensperson, zum Beispiel einem Nachbarn oder Angehörigen, beraten haben. Scheuen Sie sich nicht, die Polizei zu alarmieren. Die Beamten können schnell erkennen, ob es sich um Kriminelle handelt.