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Riedstädter Nachrichten
Ausgabe 51/2018
Seite 3
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Aktuelles

Willkommen an Bord: Günther Frey und Katja Vagi-Mager werden von Bürgermeister Marcus Kretschmann als neue ‚Schutzleute vor Ort‘ begrüßt

Spielen und Lernen in freier Natur: In Riedstadt gibt´s seit diesem Jahr einen Naturkindergarten

Liebe Riedstädterinnen und Riedstädter,

vor Ihnen liegt das letzte Heft der Riedstädter-Nachrichten für dieses Jahr – gleichzeitig wieder eine Ausgabe, die aus Werbegründen kostenlos an alle Riedstädter Haushalte verteilt wird.

Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr werden vielfach als „stille Zeit“ zur Rückschau auf ein abgelaufenes Jahr und als Ausblick auf die Zukunft genutzt. Ich möchte deshalb die heutige Ausgabe ganz in diesem Sinnen auch für (m)eine Jahresbilanz als Bürgermeister nutzen.

Insgesamt kann ich feststellen: Es war für Riedstadt ein gutes Jahr! In einigen Punkten sind wir gut vorangekommen: Die Einrichtung der neuen Polizeipräsenz im Riedstädter Rathaus („Schutzfrau/Schutzmann vor Ort“) zählt für mich dazu. Oder auch die Eröffnung eines Naturkindergartens in Wolfskehlen, mit dem das Betreuungsangebot der Stadt für drei- bis sechsjährige Kinder sinnvoll ergänzt wird.

In der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 13. Dezember wurde der städtische Haushalt für das Jahr 2019 mit einer breiten Mehrheit beschlossen. Finanziell sind wir auf einem guten Weg der Konsolidierung. Durch die als ‚Hessenkasse‘ bezeichnete teilweise Übernahme der Kassenkredite sind wir „mit einem Schlag“ einen Teil der kommunalen Schulden losgeworden. Natürlich ist diese Schuldenübernahme durch das Land mit strengen Regeln zur Rückzahlung und zur Haushaltsdisziplin verbunden, die uns in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch weiter beschäftigen werden.

Es ist daher keinesfalls so, dass Riedstadt nun wieder „aus dem Vollen schöpfen könnte“. Noch immer müssen wir uns – trotz guter Wirtschaftslage – hier auf kommunaler Ebene nach der Decke strecken. Es gilt deshalb auch in Zukunft, alle notwendigen Einnahmequellen zu erschließen und bei den Ausgaben genau das Wünschenswerte vom wirklich Notwendigen zu trennen.

Dennoch: Das, was Riedstadt als Lebensraum und Wohnumfeld attraktiv macht ist mehr als eine funktionierende Verwaltung und gut ausgebaute Straßen. Sportstätten, Schwimmbäder, ausreichende Anzahl von Kinderbetreuungsplätzen, Vereine und ein lebendiges Kulturleben – trotz enger Finanzspielräume müssen aus meiner Sicht auch diese Bereiche erhalten und wo nötig mit neuen, frischen Ideen ausgebaut werden.

Hier verweise ich beispielhaft auf die erfolgreiche, neu aufstellte Arbeit des städtischen Kulturbüros. In enger Kooperation mit den Organisationen und Vereinen vor Ort ist es 2018 gelungen, zu jedem Quartal ein attraktives Kulturprogramm aufzulegen und kostenlos an alle Haushalte zu verteilen.

Ich bin mir sicher: In der Gemeinschaft der Vereine und in der Zusammenarbeit mit der Stadt ist vieles machbar. Ein beeindruckendes Beispiel dafür war der viel bewunderte und gefeierte Auftritt der Big Band der Bundeswehr bei der SKG Erfelden Ende November.

Im Ausblick auf das neue Jahr wünsche ich mir, dass der Zusammenhalt innerhalb und zwischen den Vereinen – aber auch zwischen den Riedstädter Stadtteilen – weiter gestärkt wird.

Eine der vorrangigen Aufgaben für das kommende Jahr wird es sein, gleich drei Bauprojekte im Bereich der Kinderbetreuung voranzubringen. Der Umbau des ehemaligen REWE-Marktes zwischen Goddelau und Erfelden wird wegen der rechtlichen Notwendigkeit einer europaweiten Ausschreibung, leider zu einer langwierigen Angelegenheit. Hoffentlich schneller lässt sich hingegen der Bau einer neuen Kindertagesstätte an der Großsporthalle Erfelden realisieren. Erste baurechtliche Schritte sind hier bereits gemacht. Last but not least plant die Stadt zur Überbrückung bis zur Fertigstellung ein Kindertagesstätten-Provisorium auf dem Parkplatz des Wolfskehler Bürgerhauses. Wir wollen damit auf die erwartete, starke Nachfrage nach Betreuungsplätze – insbesondere im Krippenbereich – reagieren können.

Eine ganz wichtige Entscheidung, was die allgemeine Wohnungsnot auch in Riedstadt anbelangt, steht ebenfalls 2019 auf der Agenda: Wo kann und soll Riedstadt noch wachsen? Um auf entsprechende Beschlüsse zur Regionalplanung vorbereitet zu sein, müssen hier spätestens im Frühjahr die Weichen gestellt werden. Dazu gehört auch die Entscheidung, ob im Bereich der Erfelder Großsporthalle ein neues Wohngebiet entstehen kann.

Was die Sanierung der Riedstädter Straßen anbelangt, wurde noch im alten Jahr eine wichtige Entscheidung getroffen: Die Stadtverordnetenversammlung hat die Einführung wiederkehrender Straßenbeiträge beschlossen – und damit aus meiner Sicht für die Zukunft ein gerechteres Modell zur Beteiligung der Anwohner an den Straßenbauarbeiten gewählt. Im kommenden Jahr werden die Arbeiten an diesem „Systemwechsel“ weitergehen und die ersten Grundlagen für die Investitionsprogramme entwickelt.

Die Zukunft hält für uns – neben den beschriebenen Themen - noch viele wichtige Aufgaben bereit. Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung – egal welchen Fraktionen sie angehören – sind gefordert, ihre Meinungen zum „besten Weg“ in die Diskussionen einzubringen.

Unter dem Strich haben wir im vergangenen Jahr viel erreicht – wie immer haben dabei viele mitgeholfen. Ich danke vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt, den Kommunalpolitikern und allen, die ehrenamtlich Verantwortung in den Organisationen und Vereinen tragen und mit zu einer positiven Entwicklung unseres Gemeinwesens beigetragen haben, für ihren Einsatz.

Ihnen allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest, einige geruhsame Tage und einen guten Start in ein vor allem gesundes, erfolgreiches Jahr 2019.

Ihr Bürgermeister

Marcus Kretschmann