Hübsch dekorierte und beleuchtete Hütten, ein stattlicher, prachtvoll geschmückter Weihnachtsbaum, eine appetitanregende Mischung verschiedenster Aromen, der Duft von heißem Glühwein – auf dem Rathausplatz war am Wochenende vom 12. bis 14. Dezember endlich wieder der Raunheimer Weihnachtsmarkt zu erleben. Dank der teilnehmenden Vereine herrschte im Schatten des Rathauses eine weihnachtliche Atmosphäre zum Wohlfühlen. Kaltes, winterliches Wetter wollte sich am Freitag zur Eröffnung zwar nicht einstellen, doch es blieb trocken und schon bald füllte sich der Rathausplatz mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern.
Bürgermeister David Rendel hatte den Weihnachtsmarkt am frühen Abend eröffnet. „Weihnachten beginnt dort, wo Menschen sich begegnen und willkommen fühlen. Unser Weihnachtsmarkt zeigt, wie lebendig und solidarisch unsere Stadt ist. Hier wird Gemeinschaft spürbar. Viele Menschen bringen Zeit, Ideen und Herzblut ein, um anderen eine schöne Adventszeit zu ermöglichen. Dieses Miteinander macht den besonderen Charakter des Marktes aus und verdient Dank und Anerkennung.“
Der Weihnachtsmarkt in Raunheim ist bekannt für das vielfältige kulinarische Angebot der Vereine. Wer Hunger oder einfach Lust auf etwas Leckeres hatte, konnte unter anderem zwischen Kürbis- und Bohnensuppe, Waffeln, Raclettebrot, Schwenkkartoffeln, Crêpes und Fleischspießen wählen. Außerdem wurden Frikadellen, Kartoffelpuffer, Brat-, Rindwurst und Pommes, sowie asiatische Leckereien und Langos angeboten. Das Kuchenangebot in der Cafeteria ergänzte die Speisen auf dem Rathausplatz.
Auch die Getränkekarte ließ keine Wünsche offen: Genossen werden konnten unter anderem Kinderpunsch, Feuerzangenbowle, Ouzo, Liköre, Rotweinpunsch, heißer Apfel- und Orangensaft, heißer Slivovitz und sowie Glühwein in vielen Variationen.
Die Stadt Raunheim dankt den engagierten Vereinen – der Tanzsportabteilung der Sport- und Sängervereinigung, der DLRG, dem Förderverein der Pestalozzischule, der Freiwilligen Feuerwehr, dem griechischen Kultur- und Bildungsverein, der HSG Main-Handball, dem Kanu-Club Wanderfahrer, der Prinzess-Margret-Garde, den Raunheimer Kerweborsch, Roote 54, der Raunheimer Tierhilfe sowie den Kirchengemeinden – für ihr ehrenamtliches Engagement und ihre Kreativität bei den Speisen und Getränken.
Ilaria Casaburi hatte gemeinsam mit ihren Freundinnen von der SSV-Tanzsportabteilung viel Spaß beim Waffelbacken. Später wollten sie auch noch selbst über den Markt schlendern. „Die Atmosphäre und die Beleuchtung ist schön. Es ist angenehm, dass es nicht zu laut ist“, stellte sie fest. „Wir machen hier immer gerne mit“, versicherte Nadine Schneider, Ausbildungsleiterin bei der DLRG. Sie zeigte sich mit dem Zuspruch sehr zufrieden. „Wir versuchen, unserer Kreativität freien Lauf zu lassen“, sagte sie – etwas mit gegrillten Champignons mit Knoblauchsauce oder Sour Cream.
Im Foyer des Stadtzentrums konnten Besucherinnen und Besucher einen wunderbaren kleinen Kunsthandwerksmarkt entdecken. Dort stellten Sabine Andrew, Jutta Elschen, Kerstin Wirth-Schiffler und die Freie Künstlergruppe Raunheim ihre Produkte aus. Unter anderem standen selbstgefertigte Seifen, Geschenkartikel, Gestricktes und Gehäkeltes sowie handgemachte Einzelstücke zum Erwerb.
Auch Kinder wurde auf dem Weihnachtsmarkt einiges geboten. Der Verein Toleranz unter Nationen zeigte im Kinosaal den Film Nico 3. Auf dem Kinderkarussell konnten die Kleinen fleißig ihre Runden drehen. Abgerundet wurde das Angebot mit dem täglichen Besuch des Nikolaus, der kleine Überraschungen für die Kinder bereithielt.
Über drei Tage hinweg hieß es zwischen Rathaus und Stadtzentrumsgebäude, Bürgersaal und Ärztezentrum: wohlfühlen, an den Ständen vorbeischlendern, Bekannte treffen und miteinander ins Gespräch kommen. Ein Publikumsmagnet war – wie schon in den Vorjahren– die Feuerzangenbowle der Freiwilligen Feuerwehr. Musikalisch eingerahmt wurde der Weihnachtsmarkt von einem kleinen Konzert des Gesangvereins Germania.
In diesem Jahr hatte die festlich gestaltete Krippe der der katholischen Gemeinde St. Antonius von Padua im Bürgersaal ihren Platz gefunden und war für viele Besucherinnen und Besucher ein schöner, stimmungsvoller Anlaufpunkt.
Ebenso bestand wieder die Möglichkeit, bei Weihnachtsbaum Hemberger aus Mudau einen Tannenbaum zu kaufen. Karl-Heinz Schönleber und Petra Schönleber kamen am Freitag kaum zum Abladen der Bäume, so groß war der Andrang.
Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich einmal mehr angetan vom Raunheimer Weihnachtsmarkt. Merve, Sara und Max waren mit Kolleginnen und Kollegen direkt aus dem Büro gekommen. „Klein, aber fein“ und „schnuckelig“ waren ihre Eindrücke. „Die Hütten sind schön“, meinte Max. Manuela und Peter Dörnbach sind mit ihrem Sohn Marc in Kriftel zu Hause und haben hier Verwandtschaft. „Wir versuchen immer, einmal im Jahr zum Weihnachtsmarkt nach Raunheim zu gehen“, sagte Peter Dörnbach. „Der Weihnachtsmarkt ist schön klein und kompakt“, meinte seine Frau, die besonders von dem Weihnachtsbaum begeistert war. Insgesamt fühlten sich Raunheimerinnen, Raunheimer sowie Gäste aus den Nachbarstädten sichtlich wohl.