Drucken wie einst Johannes Gutenberg: Dies hat die Kita Regenbogen zur Ausstellung beigetragen.
Zeppeline als Eigenkreation aus der Fuchsbau-Werkstatt: Mit ihnen konnten die Kinder zumindest gedanklich abheben.
Mit dem Thema Lokomotive hatten sich die Vorschulkinder der Kita Sterntaucher intensiv befasst.
Eine eigene Version des Brettspiels Monopoly haben die Kinder der Kita Schatzkiste entworfen.
Den Luftraum erobert haben die Mädchen und Jungen der Kita Zauberhäuschen mit ihrer Flugzeug-Projektarbeit.
„Warum seid ihr denn heute hierhergekommen?“, fragte Nina Finkernagel die große Kindergruppe, die sich vor dem Heimatmuseum zur Vernissage versammelt hatte. „Wegen dem Museum“, schallte es der Fachdienstleitung für kooperative Bildungsförderung entgegen. „Und was gibt es dort seit heute Besonderes?“ wollte sie weiter wissen. „Unsere Dinge, die wir gebastelt haben“, wussten die Vorschulkinder.
Wer etwas über Erfinderinnen und Erfinder erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, das Heimatmuseum in der Mainstraße 23 zu besuchen. Am Donnerstag, 23. April, eröffneten die Vorschulkinder ihre Ausstellung „Auf den Spuren großer Erfinder“. Rund 180 Kinder aus den neun städtischen Kitas werden nach den Sommerferien eingeschult. Traditionell beschäftigten sich die zukünftigen Erstklässlerinnen und Erstklässler vor dem Abschied aus der Kita mit einem gemeinsamen Thema, das sie je nach Einrichtung individuell ausarbeiten und für einige Wochen im Heimatmuseum präsentieren.
Im Museum war das Staunen groß, wussten doch die Kinder nicht, was die anderen Kindertagesstätten gebastelt und entworfen hatten. Umso spannender war der Rundgang durch die Sonderausstellung: Die Kita Drachenland etwa tauchte in die Welt der Fotografie ein und widmete sich Louis Daguerre. Im Schwalbennest drehte sich alles um Carl Freiherr von Drais und die Anfänge des Fahrrads. Die Wellenläufer gingen auf Entdeckungsreise mit Galileo Galilei, während die Kita Farbenfroh Carl Benz und das Automobil in den Mittelpunkt stellte.
Technikbegeistert präsentierte sich auch der Fuchsbau mit selbstgebauten Zeppelinen nach dem Vorbild von Ferdinand Graf von Zeppelin. Die Sterntaucher beschäftigten sich mit Robert Stephenson und Co. und der Entwicklung der Lokomotive zur Personenbeförderung. Hoch hinaus ging es beim Zauberhäuschen, das sich von Wilbur und Orville Wright inspirieren ließ und das Flugzeug thematisierte.
Andere Einrichtungen setzten wiederum ganz eigene Schwerpunkte: Die Kita Regenbogen probierte sich – ganz im Sinne von Johannes Gutenberg – im Buchdruck aus. Und die Kita Schatzkiste widmete sich der eigentlichen Erfinderin des Monopoly-Spiels, Elisabeth Magie Philipps.
Die Exponate sind kreative Blickfänge: zum Beispiel die dekorierten Felgen eines Fahrrads, eine wundervoll gestaltetes Monopoly-Spiel und eine Weltkarte mit Flugzeugen.
„Für die Kinder ist die Ausstellung eine wichtige Veranstaltung“, erklärte Finkernagel. Die zukünftigen Erstklässlerinnen und Erstklässler beschäftigen sich über mehrere Wochen konzentriert und ausdauernd mit einem Thema. Zudem lernen sie bei der Ausstellungseröffnung wie auch bei weiteren gemeinsamen Veranstaltungen im letzten Kita-Jahr ihre zukünftigen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden kennen.
Bürgermeister David Rendel betont: „Es ist immer wieder beeindruckend, mit wie viel Neugier, Fantasie und Offenheit unsere Vorschulkinder ihre Umwelt entdecken und in dieser Ausstellung zum Ausdruck bringen. Das Heimatmuseum wird damit zu einem Ort, an dem die Perspektiven der Jüngsten sichtbar werden: lebendig und voller Kreativität. Diese Ausstellung zeigt, wie wichtig es ist, Kindern Raum zu geben, ihre Sicht auf die Welt zu zeigen und ernst zu nehmen.“
Wer sich auf die Spuren großer Erfinderinnen und Erfinder begeben möchte, hat dazu noch mal am Sonntag, 17. Mai, sowie am Sonntag, 7. Juni, jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr, die Gelegenheit. Der Eintritt ist wie immer frei. Zudem nutzen die Kitas häufig vormittags die Chance, gruppenweise das Museum zu besuchen.