Das Seniorenberatungs- und Hilfezentrum Haus unter der Linde ist ein Treffpunkt für Seniorinnen und Senioren. Dort stehen Seniorenberaterin Yousra Asbai und Seniorenbeauftragte Carmen Marx der Generation 60 Plus nicht nur mit Tipps und Unterstützung zur Seite – auch wiederkehrende Veranstaltungen und attraktive Freizeitangebote sind seit vielen Jahren feste Bestandteile des Programms. Dazu gehören das gemeinsame Mittagessen, „Maschenspielereien“, Handweben, der Spielenachmittag und das Gedächtnistraining. In unserer Serie stellen wir Ihnen diese regelmäßigen Angebote nach und nach vor. Diesmal im Fokus: das Gedächtnistraining.
Ein Lückentext über Fußball, Buchstabenrätsel, Begriffe finden – diese Aufgabenblätter haben es in sich. Sie liegen auf den Tischen im Haus unter der Linde. Dort findet donnerstags das Gedächtnistraining mit Ellen Glenz statt. Sie trägt seit 2009 das Zertifikat des Bundesverbandes Gedächtnistraining. Seit 2017 bietet sie im Haus unter der Linde Gehirnjogging an. „Das ist wie Sport für das Gehirn. Wenn die Muskeln nicht trainiert werden, verkümmern sie. Das gilt auch für das Gehirn“, erklärt sie. Das Zusammensein und die sozialen Kontakte seien weitere wichtige Aspekte für die wöchentliche Veranstaltung. „Im Alter geht das oft verloren“, weiß die Kursleiterin.
Gudrun Müller nimmt aktuell bereits an ihrem dritten Kurs teil. „Ich bin über 80 Jahre. Ich möchte, dass mein Gehirn aktiv bleibt. Ich möchte was tun“, sagt sie.
„Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen tatsächlich wegen der Merkfähigkeit“, so Glenz. Die Aufgaben, die sie ihnen zu den Einheiten mitbringt, drehen sich unter anderem um Wortfindung, Logik und Denkflexibilität. Buchstabenpuzzle sind ebenfalls sehr beliebt. Wichtig ist ihr, zu betonen, dass keiner im Kreis der Teilnehmenden vorgeführt oder ausgelacht wird, wenn er einen Fehler macht. „Jeder kontrolliert sich selbst, Fragen sind selbstverständlich erlaubt“, unterstreicht sie. Sie hebt hervor, dass die teilnehmenden Frauen und Männer gefordert, aber nicht überfordert werden.
Die Gruppe arbeitet sehr konzentriert. Was nicht heißt, dass beim Gedächtnistraining nicht gelacht werden darf. Lustig wird es besonders bei den auflockernden Bewegungsspielen. Denn bevor die Köpfe vollkommen zu rauchen anfangen, legt Glenz gerne eine Pause ein. Dann gibt sie Bewegungsspiele vor, bei denen man sich aber ebenfalls durchaus konzentrieren und auch reaktionsschnell sein muss. Zum Beispiel, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Farben klatschen, mit den Füßen aufstampfen und mit den Händen auf die Beine trommeln müssen.
Eine Altersgrenze besteht weder nach oben noch nach unten. Der Altersdurchschnitt liegt gleichwohl bei 65 Jahren. Die Unkosten betragen 65 Euro für zehn Veranstaltungen. Die Zahl der Teilnehmenden ist allerdings auf zwölf begrenzt. Der Kurs ist derzeit zwar ausgebucht, wer Interesse hat, kann sich aber auf eine Warteliste setzen lassen. Mitunter verlässt jemand die Gruppe und macht einen Platz frei.
Glenz kündigt bei dieser Gelegenheit an, ab Februar kommenden Jahres eventuell zwei Kurse wöchentlich anzubieten. Das Gedächtnistraining im Haus unter der Linde in der Bahnhofstraße 12 findet wöchentlich donnerstags von 16.20 bis 17.20 Uhr statt. Anmeldungen sind bitte an Kursleiterin Glenz unter der E-Mail-Adresse eglenz@t-online.de oder an das Haus unter der Linde unter y.asbai@raunheim.de zu richten.