Kinderlachen erfüllte am Samstag, 30. Mai, den Rathausplatz. Beim Familien-Kulturtag der Stadt probierten die Jüngsten Spielgeräte wie Diabolo, Hula-Hoop-Reifen oder Balance Board aus, balancierten auf der Slackline, jonglierten oder tanzten vor der Bühne. Erwachsene verfolgten das bunte Treiben oder entspannten sich unter Pavillons. In diesem Jahr wurde das Kinderfest erstmals mit dem Frühlingserwachen und der Jugendsportlerehrung kombiniert.
Die „Trommelfloh Family“ um Maxim Wartenberg hatte für die Kinder ein abwechslungsreiches Mitmachangebot vorbereitet. „Ihr könnt hier heute einiges erleben“, kündigte Wartenberg an. Die Kinder nahmen die Einladung gerne an und erkundeten die Stationen des Mitmachzirkus.
Auch beim anschließenden Konzert der Trommelfloh-Band hielt es die Kinder nicht lange auf ihren Plätzen. Sie sangen, tanzten und machten begeistert mit. „Ich fall um, das ist hier richtig toll“, freute sich Maxim Wartenberg über die große Resonanz. Zum Abschluss durften sie sich auch mal selbst ans Schlagzeug setzen. Mit einer Artistik- und Jonglage-Show verabschiedete sich die Trommelfloh Family schließlich unter großem Applaus.
„Es ist toll, dass die Stadt dieses Fest veranstaltet“, fand Ivonna Brodowska. Das Angebot sei super für die Kinder, die viel Spaß hätten. Gute Laune hatten auch die Bambinis der Freiwilligen Feuerwehr, die ihre Dienststunde auf dem Fest verbrachten.
„Wir wollen etwas für die Kinder in der Stadt machen und die Familien zusammenbringen“, erläuterte Christina Arnold vom Fachdienst Wirtschaftsförderung, Liegenschaften und Kultur. Frühlingserwachen und Kinderfest waren in diesem Jahr, ursprünglich aus wirtschaftlichen Gründen, zusammengelegt worden.
Arnold verwies aber noch auf einen weiteren positiven Effekt: „Der Vorteil ist, dass Erwachsene und Kinder gemeinsam auf dem Rathausplatz feiern können.“ Sie freute sich über die Stimmung auf dem Rathausplatz, wo mehrere Generationen zusammenkamen und auch engagierte Vereine zur lebendigen Atmosphäre beitrugen.
Bürgermeister David Rendel war ebenfalls begeistert. „Der Trommelfloh-Familien-Kulturtag zeigt, was Raunheim ausmacht: ein lebendiges Miteinander von Familien, Vereinen, Kultur und Ehrenamt. Es sind genau diese Momente, die aus einer Stadt eine echte Gemeinschaft machen. Es war ein Fest der Begegnung – bunt, herzlich und typisch Raunheim“, betonte der Rathauschef.
Zahlreiche Vereine und Initiativen hatten rund um den Familien-Kulturtag ihre Stände aufgebaut und sorgten für ein vielfältiges Angebot an Essen, Getränken, Mitmachaktionen und Informationen.
Der Förderverein St. Antonius von Padua bot an seiner Grillstation Pommes, Bratwurst und Wein an. Die rund 20 Helferinnen und Helfer hatten dort den Nachmittag über auch richtig gut zu tun.
Ein Eiswagen von Sven Scherrer machte ebenfalls Halt auf dem Gelände und war entsprechend gefragt. Für den Waffelstand des Fördervereins der Pestalozzischule spendete Bürgermeister Rendel selbst zubereiteten Teig. „Die Vereine beteiligen sich mit viel Aufwand vor Ort. Da unterstütze ich natürlich gerne, wo es geht“, sagte er.
Beim Katholischen Jugend-Treff Raunheim gab es Popcorn und Zuckerwatte, daneben konnten sich Kinder schminken lassen. Die Kerweborsch und Kerwemädels boten selbst hergestellte Liköre und Gummibärchen an und flochten den Kindern Zöpfe.
Das Caritaszentrum Rüsselsheim präsentierte Handarbeiten, während Dimitroula Kanlaki Häkelware verkaufte.
Das Wetter hielt am Nachmittag, entsprechend gelöst war die Stimmung auf dem Rathausplatz. „Wir sind ja als Jugendtreff per se für Kinder und Jugendliche da und unterstützen die Stadt immer gerne“, unterstrich Marvin Arnold vom Katholischen Jugend-Treff. „Wir möchten Werbung für unsere Arbeit machen und Mitglieder gewinnen“, erklärte Melanie Lehmann, die Vorsitzende des Fördervereins Pestalozzischule, und lobte zugleich das Programm für die Kinder.
„Wir wollen uns vor der Kerb zeigen. Es ist doch schön, sich am Stadtgeschehen zu beteiligen“, sagte Kerwevadder Luis Berenz. Michael Arnold, Vorsitzender des Fördervereins St. Antonius von Padua, sprach von Dankbarkeit gegenüber der Stadt, etwa dafür, dass der Verein beim Wochenmarkt seinen Stand aufbauen dürfe. „Ich liebe die Events auf dem Rathausplatz“, gestand er.
Im Anschluss an das umfangreiche Unterhaltungsprogramm wurden bei der Jugendsportlerehrung Kinder und Jugendliche aus Raunheimer Vereinen für ihre sportlichen Leistungen gewürdigt.