Auf eine Führung durch die Paulskirche konnten sich Jugendliche aus Lubny, Le Teil und Raunheim freuen.
Frankfurt zu Wasser: Während einer Schifffahrt gab es die Skyline der Großstadt zu sehen.
Für das Städtenetzwerk zwischen Raunheim, Frankreich (Le Teil) und der Ukraine (Lubny) stand vom 4. bis 9. Juli ein wichtiger mehrtägiger Termin für junge Menschen an: Seit Monaten liefen die Planungen rund um das Programm der internationalen Jugendbegegnung im Fachbereich Bildung und Soziales. Demokratische Bildung, das Grundgesetz und das geeinte Europa zogen sich als roter Faden durch das freizeitpädagogische interkulturelle Veranstaltungsangebot. Gleichzeitig hatten die Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren Zeit und Raum für Begegnungen: auf der Freisportanlage, im Jugendcafé, in der Paul-Avon-Anlage und an weiteren Orten.
Fachbereichsleitung Kerstin Jühe hatte mit ihrem Team ein durchdachtes und vielseitiges Programm auf die Beine gestellt.
Nachdem der Samstag dem Ankommen und der Begrüßung der Gäste diente, konnten sich alle Beteiligten beim abendlichen Grillen kennenlernen und auf die folgenden Tage einstimmen: Von Sonntag bis Mittwoch standen der Besuch der Paulskirche und eine Fahrt mit der Primus-Linie auf dem Main sowie Freizeit in Frankfurt auf dem Plan.
An einem anderen Tag fuhren alle Jugendlichen und ihre Betreuer nach Wiesbaden. Dort erwartete sie eine Führung durch den Hessischen Landtag. Danach ging es zum Nerotal für eine Fahrt mit der Nerobergbahn. Den Nachmittag konnte die Gruppe in Wiesbaden verbringen.
Freizeitblöcke waren zusätzlich eingeplant: Je nach Wetter fanden sie spontan auf der Freisportanlage, im Jugendcafé oder im Rüsselsheimer Waldschwimmbad statt. Zudem war eine Stadtrallye vorgesehen, damit die ausländischen Gäste die gastgebende Kommune besser kennenlernten.
Aus jedem Land kamen rund zehn Personen (Betreuungspersonal und Jugendliche) inklusive aus Raunheim.
Übernachtet wurde gemeinsam auf Feldbetten in der Turnhalle der Pestalozzischule. „Hier können wir auf eine sehr gute Infrastruktur wie Duschen zurückgreifen“, begründete Fachdienstleitung Nina Finkernagel den zentralen Ort in Raunheim. Klassenfahrtfeeling mit internationalem Charakter: Die Jugendlichen verbrachten Tag und Nacht gemeinsam, das Betreuungspersonal übernachtete selbstverständlich ebenso in der Turnhalle.
Aus dem italienischen Trofarello ließ Bürgermeister Stefano Napoletano mitteilen, dass diesmal - trotz immenser Bemühungen durch die Vereine in Trofarello - keine Beteiligung zustande kommen konnte. Dafür brachte das Abendessen an manchen Tagen italienisches Flair in die Jugendbegegnung. Es fand mehrheitlich in der Paul-Avon-Anlage statt.
Das Team der kommunalen Jugendarbeit sowie weitere Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung machten diese Begegnung in dem Austauschformat möglich. Bürgermeister David Rendel zeigte sich erfreut darüber, dass viele Personen aus seiner Verwaltung an dem Gelingen der Veranstaltung beteiligt waren.
Rendel begleitete die Gruppe an einem Nachmittag bei der Fahrt mit der Primus Linie. „Internationale Städtepartnerschaften leben von den Begegnungen zwischen den Menschen. Gerade junge Menschen knüpfen hier Freundschaften, sammeln gemeinsame Erfahrungen und schaffen Erinnerungen, die lange bleiben. Unsere internationale Jugendbegegnung leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Verschwisterung unserer Städte und zeigt, dass Europa und internationale Freundschaft vor allem dort wachsen, wo Menschen einander persönlich begegnen.“
Ein ausführlicher Bericht folgt in der nächsten Ausgabe.