Für 113 Schülerinnen und Schüler endete am 27. Juni ein Lebensabschnitt. Denn an der Pestalozzischule wurden die Kinder mit der Übergabe der Zeugnisse verabschiedet. Etwa die Hälfte von ihnen wechselt nach den Ferien in die Anne-Frank-Schule. Die anderen werden weiterführende Schulen in den Nachbarstädten besuchen.
Zwischen Abschied und Neuanfang
In der Aula war alles vorbereitet für eine schöne, aber auch wehmütige Abschlussfeier. Bunte Plakate an den Fenstern wiesen auf den Abschied und den Wechsel in die fünfte Klasse hin. Der Förderverein der Pestalozzischule, Eltern des zweiten Jahrgangs und Lehrkräfte boten Kleinigkeiten zu Essen und Trinken an.
Die Ausschulungsfeier wurde wegen der großen Anzahl der Schülerinnen und Schüler in zwei Blöcken durchgeführt. „Ich bin ein bisschen aufgeregt. Das ist ein großer Tag heute für unsere nicht mehr ganz so kleinen Großen“, sagte Schulleiterin Sabrina Strub. Die Schulabgängerinnen und Schulabgänger saßen voller Erwartung auf den Bänken und Matten.
Ermutigende Botschaften für die Kinder
Die Schulleiterin blickte mit persönlichen Worten auf die Zeit der Kinder an der Pestalozzischule zurück. „Ausschulung heißt aber auch, sich auf etwas Neues zu freuen“, so Strub weiter. Ihren Abschiedsgruß begleitete sie deshalb mit motivierenden Wünschen für die Kinder und nahm dabei Bezug auf die jeweiligen Klassentiere. Die Kinder sollten ruhig und gelassen wie ein Koala sein und in ihrem eigenen Tempo vorangehen wie die Schnecke. Sie ermutigte die Kinder, fleißig und ausdauernd zu sein wie die Biene, unverwechselbar wie der Pandabär sowie neugierig und entdeckungsfreudig wie ein Affe.
Vier Jahre gemeinsam gewachsen
„Es ist ein emotionaler Tag, an dem wir auf die vergangenen vier Jahre zurückblicken“, erklärte Christian März, der als unterrichtsbegleitender Sozialpädagoge die Lehrkräfte unterstützt. Fast die Hälfte ihres bisherigen Lebens hätten die Schülerinnen und Schüler an der Pestalozzischule verbracht. Er attestierte ihnen eine tolle Entwicklung und lobte die Gemeinschaft, die sich aus Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern entwickelt habe. „Denkt immer daran, dass jeder Einzelne von euch einzigartig ist und ihr alles schaffen könnt, was ihr euch im Leben vornehmt“, betonte er.
Ein bewegender Abschied
Anschließend übergaben die fünf Klassenlehrerinnen Nadine Lipp, Claudia Kuse, Meta Gerbig, Nathalie Gunkel und Claudia Heim-Romao ihren scheidenden Schützlingen die Zeugnisse. Dabei floss durchaus auch die eine oder andere Träne. Der Förderverein der Pestalozzischule verabschiedete die Kinder mit Notizblöcken und Bleistiften. Den Schlusspunkt der Feier setzte das gemeinsame Lied „Auf Wiedersehen“, mit dem sich die Kinder von ihrer Grundschulzeit verabschiedeten.