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Raunheim aktuell
Ausgabe 3/2026
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Witz, Tanz, Musik und viel Helau

Beste Stimmung bei der Raunheimer Seniorenfastnacht

Ein dreifach donnerndes Helau für Raunheims närrische Generation 60 plus: Am 17. Januar bewiesen die Seniorinnen und Senioren, wie man ausgelassen Fastnacht feiert. Zur traditionellen Seniorenfastnacht hatte die Stadt Raunheim in die Heinrich-Press-Halle eingeladen. Mit der Unterstützung von Aktiven des Carneval Clubs Raunheim, Gastrednerinnen, Gastrednern und Tanzgruppen bekamen die Gäste ein ebenso abwechslungsreiches wie unterhaltsames Programm geboten.

Humorvolle Redebeiträge wechselten sich mit tänzerischen Höhepunkten ab, immer wieder unterbrochen von Schunkelrunden mit Musiker Michael Heintel. Helferinnen und Helfer der Stadt Raunheim sowie des Runden Tischs „Älter werden in Raunheim“ unterstützten den närrischen Nachmittag im Service und versorgten die Gäste mit Getränken, Kreppeln und Brezeln.

CCR-Sitzungspräsident Björn Tietje und Co-Vorsitzender Frank Walloschek begrüßten unter den Ehrengästen Bürgermeister David Rendel, die Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz, Erste Stadträtin Dorothee Herberich sowie die Stadträte Volker Schalle, Thomas Fuchs und Ekkehard Jehle. Landtagsabgeordnete Kerstin Geis hatte ebenfalls einen Auftritt geplant, musste diesen jedoch wegen einer Zugpanne auf der Strecke aus Berlin kurzfristig absagen.

Ereignis-Talk mit Lokalkolorit

Einen humorvollen Streifzug durch das aktuelle Geschehen in der Welt, im Land und in Raunheim lieferten Frank Walloschek und CCR-Vorstandsmitglied Birgit Preuß-Scheuerle. „Was war denn in Raunhem so los“, fragten sie natürlich auch schelmisch. „Der Politweg in Raunheim, seit drei Jahren sehr steinig, weil die Parteien aus Prinzip sind net einig“, bemerkte Preuß-Scheuerle augenzwinkernd. Beide zogen unter anderem Ordnungsamt, Infrastruktur für E-Autos, Parteien, den Bürgermeister und die Stadtverordnetensammlung durch den Kakao. „Ich glaub’ der Stadtverordnetenschar fehlt der Blick für das große Ganze“, mutmaßte Walloscheck, während Preuß-Scheuerle lange Sitzungszeiten aufs Korn nahm: „Anträge werden vertagt, das Treffe ist dann zu Ende“.

Wortbeiträge mit Biss

Karl-Heinz Eitel vom Rüsselsheimer Carneval-Verein brachte eine Reihe treffsicherer Witze mit in die Bütt. CCR-Eigengewächs Lukas Wächter griff als singender Elektriker in die Saiten und versah populäre Lieder mit neuen Texten, darunter „Ich bin im Schwarzgeldhimmel“. Für laute Lacher sorgte auch Wolfgang Marx von der Schwarzen Elf mit seiner Geschichte über einen etwas aus dem Ruder laufenden Junggesellenabschied jenseits der 50. Das Publikum honorierte den Auftritt mit tosendem Beifall.

Appolonia zieht alle Register

Den krönenden Abschluss bildete Gabi Elsner als Appolonia. Eigentlich hatte sie sich bereits von der Fastnachtsbühne verabschiedet, doch für den Runden Tisch “Älter werden in Raunheim“ kehrte sie noch einmal zurück in die Bütt. In verschiedenen Rollen – unter anderem als Weinkönigin, Fahrschülerin und Kreuzfahrturlauberin – brachte sie den Saal zum Kochen. Besonders ihre Erzählung vom ominösen Brief aus Flensburg sorgte für Lachsalven: Jetzt ham mir die Deppe, und ich sammel die gar net, afach elf Punkte gegebe“, schimpfte sie.

Tanzauftritte mit Schwung

Auch tänzerisch hatte die Sitzung einiges zu bieten. Die CCR-Backesgarde präsentierte sich mit mehreren Formationen: Das Kinder- und Teenagerballett eröffnete mit einem schwungvollen Gardetanz und überzeugte anschließend mit dem farbenfrohen Showtanz „Aladin“. Das Hofballett entführte das Publikum mit „Flashdance“ in die 1980er-Jahre, während die „Närrische Mädche“ nach der Pause mit „Grease“ für Begeisterung sorgten.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgte das Männerballett Trewwerer Elfen, die als Piloten mit ihrer energiegeladenen Choreografie das Publikum abheben ließen.

Nach drei kurzweiligen Stunden verabschiedeten sich die Gäste gut gelaunt aus der Heinrich-Press-Halle.