Traurig schauen oder fröhlich, erstaunt, sauer, glücklich – sehr große und ausdrucksstarke Gesichter sind die besonderen Merkmale der Figuren in Manga. Das japanische Wort steht für Comic. „Sie sind bei den acht- bis zwölfjährigen Kindern sehr beliebt und werden in der Mediathek fleißig ausgeliehen“, weiß Beate Remané, die seit 2024 als Leitung der Mediathek dort arbeitet. Weil Manga so populär bei den Kids sind, hält sie für die Osterferien ein ganz besonderes Angebot bereit, das sich auch über die kommenden Sommer- und Herbstferien fortsetzt.
Zum Manga-Zeichnen lädt sie jeden Donnerstag in den Ferien von 15.00 bis 16.30 Uhr ein. In der ersten Woche der Osterferien war der Auftakt. Blei- und Buntstifte, Zeichenpapier und eine Menge Manga hatte Remané für die Kinder bereitgehalten. Aber bevor sie zugreifen und erste Striche zu Papier bringen durften, wollte die Mediatheksleiterin erst einmal ein paar Informationen über die japanischen Comics herauskitzeln. Was bedeutet Manga? Was sind ihre Merkmale? Die Kinder waren im Bilde und konnten ihre Fragen richtig beantworten.
„Heute beschäftigen wir uns erst einmal mit dem Gesicht“, forderte Remané anschließend die Kinder auf, die Stifte in die Hand zu nehmen. Also eine ovale Form mit spitzem Kinn, das auf einem Kreis aufbaut, zu zeichnen. Der Radiergummi kam zwar auch zum Einsatz, denn der eine oder andere Strich musste korrigiert werden. Nach und nach kristallisierten sich die ersten Gesichter auf den Zeichenpapieren heraus. „Wir wollen eigene Gesichter erfinden und zum Leben erwecken“, meinte Remané. Das machte auf jeden Fall Lust auf mehr und auf die folgenden Manga-Zeichenstunden.