Konzentriert lernen und den Prüfungsstoff für den Hauptschulabschluss vorbereiten: Dies war für rund 20 Jugendliche während der Osterferien möglich.
Das Team des Angebotes "Initiative Schulabschluss" war bestens vorbereitet.
Einzeln oder in Kleingruppen nehmen sich die Jugendlichen den Stoff der drei Hauptfächer vor.
Das Team des Lerncamps am letzten Tag (von links): Souhaila Asbai (Ganztagskoordination AFS), Minijobberin Klara Bernius von der Lernstation der Stadt, Sofiia Dreval (Studentin im Praxissemester) und Johannes Bodsch (städtischer Streetworker).
In der Zeit vom 15. bis 18. Mai finden an der Anne-Frank-Schule die Prüfungen für den Haupt- und Realschulabschluss statt. Die kommunale Jugendarbeit hatte für die optimale Vorbereitung ein Lerncamp angeboten. Anknüpfend an die „Initiative Schulabschluss“ aus früheren Jahren war dieses Programm nun in den Osterferien wieder durchgeführt worden.
„Wir haben das Lerncamp wieder aufleben lassen, um eine zusätzliche Unterstützung vor den Abschlussprüfungen zu bieten“, erklärte Nina Finkernagel vom Fachdienst Kooperative Bildungsförderung. Angesprochen waren alle Raunheimer Schülerinnen und Schüler – auch Jugendliche, die weiterführende Schulen in den Nachbarstädten besuchen. Alle der Angemeldeten besuchten allerdings die Anne-Frank-Schule.
In der zweiten Osterferienwoche hatten die Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Jahrgangsstufe die Gelegenheit, sich von Dienstag bis Freitag täglich über vier Stunden auf die Prüfungen in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch vorzubereiten. Das Team der Kommunalen Jugendarbeit freute sich über 21 Anmeldungen. Streetworker Johannes Bodsch und die Ganztagskoordinatorin der Anne-Frank-Schule, Souhaila Asbai, wurden von weiterem städtischen Personal unterstützt, das die Jugendlichen auf zwei Räume verteilt beim Lernen begleitete.
Der Andrang war unter jenen Jugendlichen, die sich auf den Hauptschulabschluss vorbereiten wollten, am größten. „Die Prüflinge können hier konzentriert und in ruhiger Atmosphäre außerhalb des üblichen Schulalltags den Stoff verinnerlichen“, beschrieb Finkernagel die Idee, die hinter dem Lerncamp steckt.
Bodsch und Asbai sowie die studentische Praktikantin Sofiia Dreval vom Betreuerstab beobachteten, dass viele der Schülerinnen und Schüler sehr selbstständig und strukturiert arbeiteten. „Die Anne-Frank-Schule fördert diese Kompetenzen sehr“, sagte Finkernagel. Natürlich war es den Jugendlichen auch möglich, Fragen zu stellen und sich einzelne Themenkomplexe noch einmal detailliert erklären zu lassen. Ebenso schauten die Betreuerinnen und Betreuer mit den Teilnehmenden zusammen über die selbst erarbeiteten Lösungswege.
Für die Hauptschulprüfung in Deutsch galt es unter anderem, das Textverständnis zu stärken. In Englisch stand das Leseverständnis im Mittelpunkt, ebenso wurden Wortschatz und Grammatik vertieft. Und in Mathematik galt es neben anderen Verfahren den Dreisatz und die Prozentrechnung zu beherrschen. Für den Realschulabschluss hätten Gleichungen gepaukt werden müssen. Für Deutsch stand ebenfalls das Textverständnis im Vordergrund, allerdings mit einer Erörterung, in Englisch sollte das Hörverständnis verbessert werden.
Mit jeweils vier Betreuungspersonen der Stadt Raunheim konnten die Schülerinnen und Schüler optimal begleitet werden. Das Personal sorgte für einen rhythmisierten Ablauf von konzentrierten Lernphasen und Pausen.
Timo aus der 9. Jahrgangsstufe fand das Angebot der Stadt sehr gut, weil er vier Tage konzentriert lernen konnte. „Damit ich für meinen Schulabschluss eine bessere Note bekomme“, begründete er seine Anwesenheit. Er bereitete sich auf die Prüfungen aller drei Fächer vor.