Der dritte Tag der LandFrauen-Exkursion war dem „Freistaat Sachsen“ mit seiner Metropole der Messestadt „Leipzig“ gewidmet. Bei einer dreistündigen Rundfahrt mit fachkundiger Begleitung lernten wir sowohl die historische als auch die moderne Seite von Leipzig kennen. Die Stadt ist das historische Zentrum des Buchdrucks und -handels, denn 1825 wurde hier der „Börsenverein der deutschen Buchhändler“ gegründet. Darüber hinaus befindet sich hier auch eine der ältesten Universitäten sowie die älteste Hochschule für Musik. Demzufolge war der erste Stopp der Rundfahrt am Schillerhaus. Die Inspiration für die Verse zu dem „Lied an die Freude“ fand der 25-jährige Schiller 1785 während eines Sommeraufenthaltes angeblich in diesem Haus in Leipzig-Gohlis. Die nächste Station führte zu einem sehr bedeutenden Wahrzeichen Leipzigs, dem „Völkerschlachtdenkmal“.
Ein Monumentalbau mit 91 m Höhe, 300-tausend Tonnen, 500 Stufen und somit Europas größter Denkmalsbau. 1913 am Austragungsort der bis dahin größten Feldschlacht Europas errichtet, kann es eine bewegte Geschichte vorweisen. Denn im Oktober 1813 kämpften eine halbe Million Soldaten aus ganz Europa in einer der schrecklichsten Feldschlachten aller Zeiten um die Zukunft des Kontinents. Ein weiterer Höhepunkt des Tages war anschließend der Besuch des Wahrzeichens der Stadt der „Panorama-Tower“.
In 120 Meter Höhe erwartete uns ein phantastischer Blick über die Skyline der Messestadt und weit über die Stadtgrenze hinaus ins Land der Sachsen.
Am darauffolgenden Tag erkundeten wir dann die Domstadt Naumburg, im Süden von Sachsen-Anhalt gelegen. Die Stadt ist geprägt durch eine reichhaltige, fast 1000-jährige Geschichte und seinem Wahrzeichen, dem Naumburger Dom, der seit 2018 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Die historische, fast vollständig erhaltene Altstadt liegt an der berühmten Straße der Romantik und besticht durch prächtige Bürgerhäuser. Ferner ist Naumburg der Mittelpunkt des nördlichsten deutschen Qualitätswein-Anbaugebietes Saale-Unstrut.
Bei der ältesten Wein- und Sektmanufaktur, direkt an der Saale gelegen, nahmen wir an einer Führung mit Weinprobe teil. Im über 900 Jahre alten Gewölbekeller wurde uns in heiterer Form interessantes über Weinanbau und Herstellung von Weinen & Premium Sekten vermittelt.
Bei einem anschließenden kühlen Glas Wein oder erfrischendem Sekt konnten wir im einladenden Weingarten diesen Kulturtag genussvoll abschließen.
Der letzte Reisetag stand gänzlich im Focus von Erfurt. Die teilweise noch aus dem Mittelalter stammende, im Krieg kaum zerstörte und schön restaurierte Altstadt wirkte wie ein riesiges Freilichtmuseum. Aber auch das Wahrzeichen Erfurts, das gewaltige Bau-Ensemble von „Dom und Serverikirche“ beeindruckte sehr. Ein weiteres bekanntes Wahrzeichen die „Krämerbrücke“, mit 125 Meter die längste durchgehende mit Häusern bebaute
und bewohnte Brücke nördlich der Alpen, durfte bei dem Besuch nicht fehlen. Ihr Name geht auf die sogenannten Krämer zurück, Kleinhändler die hier einst in winzigen Läden Waren anboten und dies auch noch heute tun.
Bei Sonnenschein konnte die Treburer Reisegruppe diesen Tag in Erfurt noch in vollen Zügen genießen. Schöne, interessante und erlebnisreiche Tage in der Mitte unseres Landes fanden einen eindrucksvollen Abschluss.