Der vergangene Juli verzeichnete elf Einsätze, von denen wir hier kurz berichten.
Im Rahmen des AKUT-Löschzuges unterstützten wir gemeinsam mit Helfern aus Astheim und Geinsheim die Walldorfer Einsatzkräfte bei der Bekämpfung eines größeren Waldbrandes. Unsere neun Einsatzkräfte waren bis 23:00 Uhr im Einsatz.
Auch hier leisteten wir mit dem AKUT-Löschzug Hilfe bei der Brandbekämpfung. Nach zwei Stunden konnte unser vierköpfiges Team wieder zur Unterkunft zurückkehren.
Eine Führungsgruppe unterstützte den Einsatz mit dem ELW. Da weder Zeugen noch genaue Angaben über die Herkunft der möglicherweise abgängigen Person vorlagen, wurde der Einsatz eine Stunde später abgebrochen. Von unserer Einsatzabteilung waren vier Kräfte mit einem Fahrzeug vor Ort.
Während der Erntearbeiten geriet eine Ballenpresse in Brand, wobei das Feuer auf den Traktor übergriff. Bei unserem Eintreffen standen beide Fahrzeuge in Vollbrand, und im Umkreis von 200 Metern war das Gelände bereits abgebrannt.
Dank des Eingreifens mehrerer Landwirte mit schwerem Gerät konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Gemeinsam mit Kräften aus Geinsheim wurde die Brandbekämpfung durchgeführt, während Astheimer Kollegen die Wasserversorgung aus einem Brunnen sicherstellten.
Eineinhalb Stunden später konnte „Feuer aus“ gemeldet werden. Nachdem die Fahrzeuge aufgerüstet worden waren, konnte unsere Mannschaft das Gerätehaus um 21:00 Uhr abschließen. Insgesamt waren über 40 Einsatzkräfte der Großgemeinde mit acht Fahrzeugen sowie das DRK im Einsatz.
Unser hauptamtlicher Gerätewart wurde alarmiert, um den Pickup der Feuerwehr Rüsselsheim zum Rhein zu lotsen. Dort war im Uferbereich eine Leiche gefunden worden, die von der Feuerwehr Ginsheim geborgen worden war und nun aus unwegsamem Gelände abtransportiert werden sollte.
Da das Gelände für normale Fahrzeuge unzugänglich war, wurde die Feuerwehr Rüsselsheim mit einem geländegängigen Pickup angefordert. Unser Gerätewart lotste die Kräfte zur Einsatzstelle und unterstützte bei der Bergung.
Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung zu erkennen. Beim Eintreffen stand ein Großteil der Scheune in Vollbrand. Bedingt durch die Größe des Objektes wurde Großalarm in der gesamten Gemeinde ausgelöst. Im Laufe des Löscheinsatzes wurden weitere Feuerwehren hinzugezogen.
In der Halle befanden sich neben zwei Booten eine Produktionsanlage für Strohpellets sowie mehrere Tonnen Stroh. Ein benachbarter Landwirt unterstützte uns, indem er die Hallentore mit einem Traktor öffnete.
Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde eine Wasserentnahme über drei Brunnen eingerichtet. Es erfolgte ein umfangreicher Löschangriff von drei Seiten sowie über die Drehleiter aus Nauheim. Das THW unterstützte mit einem Bagger und einem Teleskoplader beim Ausräumen des Brandguts sowie bei der Bergung der Boote.
Insgesamt waren knapp 130 Einsatzkräfte vor Ort. Es wurden fast 1.500 Meter Schläuche verlegt und knapp 400 Liter Schaummittel eingesetzt. Die Verpflegung wurde eigenständig sichergestellt.
Das Feuer konnte zügig unter Kontrolle gebracht werden, um 13:35 Uhr hieß es „Feuer aus“. Die aufwendigen Nachlöscharbeiten dauerten jedoch bis in den Sonntag an. Mehrere Brandnachschauen waren erforderlich. Darüber hinaus mussten über viele Stunden hinweg Kleidung und Gerätschaften gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht werden.
Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ein Dank gilt allen eingesetzten Feuerwehren, Hilfsorganisationen sowie den Landwirten für die gute Zusammenarbeit.
Gleicher Einsatzort wie am Vortag: Aus einem Pelletbunker kam es zu Rauchentwicklung. Der Bunker wurde entleert und Glutnester mit rund 1.600 Litern Wasser abgelöscht. Das Brandgut wurde mithilfe eines Radladers ins freie Gelände verbracht.
Um ein erneutes Aufflammen zu verhindern, bewässerte der Hofbesitzer das Brandgut bis Montagmorgen. Nach knapp vier Stunden war dieser Einsatz für unsere 17 Kräfte beendet.
In der Wohnanlage hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Bereits neun Minuten nach der Alarmierung traf das erste Fahrzeug ein. Das Gebäude war bereits geräumt. Da weder Rauch noch Feuer festgestellt wurden, konnte Entwarnung gegeben werden. Vermutlich hatte eine technische Störung den Alarm ausgelöst.
Die Anlage wurde zurückgesetzt. Nach knapp zwölf Minuten war der Einsatz beendet und unsere elf Einsatzkräfte auf dem Rückweg zum Gerätehaus.
Die Alarmierung erfolgte aufgrund von Brandgeruch. Da unklar war, ob sich Personen im Gebäude befanden, wurde mit dem Stichwort F2Y alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Geruch vermutlich von einem Grill in der Nachbarschaft stammte. Die Erkundung verlief negativ, der Einsatz konnte nach 20 Minuten beendet werden.
Noch während des vorherigen Einsatzes wurden wir zu einer Meldung nach Geinsheim alarmiert. Ein Teil der Kräfte fuhr direkt weiter. Auch hier konnte schnell Entwarnung gegeben werden: Es handelte sich um aufgewirbelten Staub eines Landwirts bei der Ackerbearbeitung.
Da ein Gasmelder ausgelöst hatte, kamen wir zum Einsatz. Bewohner berichteten von Gasgeruch. Unter Atemschutz wurden Messungen im Keller vorgenommen, die negativ verliefen. Es wurde festgestellt, dass ein Weinregal zusammengebrochen war und von den Trümmern der Geruch ausging. Nach einer Stunde war der Einsatz für unsere elf Helfer abgeschlossen.