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Treburer Nachrichten
Ausgabe 36/2026
Soziales Netz
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Diabetes – was nun?

Diabetes-aktiv leben Infostand beim Nauheimer Gesundheitstag

 

Vortrag am 10. September, 15 Uhr im Café Wunderbar

Diabetes ist eine chronische Erkrankung. In Deutschland sind 10 % aller Männer, Frauen und Kinder an Diabetes erkrankt. In Trebur gibt es ca. 1.300 Menschen mit dieser Diagnose und es kommt noch eine hohe Dunkelziffer hinzu.

Es gibt mehrere Formen der Erkrankung. Die wichtigsten sind der Typ 2 Diabetes, auch Altersdiabetes genannt, und der Typ 1 Diabetes, der auch schon im Kindesalter auftreten kann.

Was tun, wenn der Hausarzt die Diagnose stellt? Die erste Behandlungsempfehlung gibt der Arzt und die zielt beim Typ 2 meistens auf Gewichtsreduktion, Ernährungsumstellung und mehr Bewegung. Sollte eine Typ 1 Erkrankung festgestellt werden ist eine Krankenhauseinweisung in der Regel erforderlich.

Der „Zucker“ verlangt viel Aufmerksamkeit, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr, am Arbeitstag und am Feiertag. Aber Diabetes ist gut bis sehr gut zu behandeln.

 

Bei allen Diabetesformen ist die Selbstbehandlung das Instrument, das für eine gute Einstellung des Diabetes maßgeblich ist. Das Ziel ist, Folgeschäden zu vermeiden, das Umfeld zu entlasten und menschliches Leid zu verhindern. Dazu gehört viel Information: Wie und wann muss ich die Tabletten nehmen oder wie, wann, wie viel Insulin muss ich spritzen und was kann ich beim Essen besser machen, damit der Blutzucker möglichst normal bleibt. Wie kann ich den Blutzucker selbst kontrollieren und was tun, wenn er nicht in dem Bereich ist, der empfohlen worden ist. Das Erste lernt man meistens in einer Schulung, zu der der Hausarzt zum Diabetologen überweisen sollte oder bei Typ 1 in der Schulung im Krankenhaus.

Dann kommt der Alltag und die tägliche Praxis. Da gibt es tausend Fragen und große Unsicherheit, was tun? Kein Arzt und keine Schulungskraft sind 24/7 erreichbar. Hier springt die Diabetes-Selbsthilfe ein. In Groß Gerau hat sich im Dezember 2025 der Verein DIABETES - AKTIV LEBEN e.V. gegründet. Dieser Verein hat am 30. Mai 2026 einen Diabetestag organisiert mit 5 Facharztvorträgen und 21 Infoständen zu allem, was bei Diabetes zu wissen lohnt.

Anlass war das vierzigste Jubiläum der Groß-Gerauer Diabetes-Selbsthilfegruppe. Die Gruppe trifft sich an jedem 2. Montag im Monat im Haus Raiss in Groß-Gerau. In all den 40 Jahren ihres Bestehens gab es und wird es auch weiterhin ein Jahresprogramm geben mit Vorträgen, die von Ärzten oder anderen Fachleuten aus dem Gesundheits- und Sozialbereich gehalten werden. Zu den Vorträgen kommen meistens mehr als 40 Besucher und zu ebenfalls durchgeführten Veranstaltungen wie Sommerfesten, Theateraufführungen oder Ausflügen auch einmal bis zu 180 Besucher.

Alle diese Treffen sind eine hervorragende Gelegenheit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, Fragen zu stellen und zu erleben, wie ein möglichst normales Leben mit dem Diabetes gelebt werden kann. Der mit ca. 400 Besuchern erfolgreich durchgeführte Diabetestag im Mai zeigte einen deutlichen Bedarf an Information und das möglichst ortsnah. Der Verein DIABETS-AKTIV LEBEN e.V. möchte nun helfen, eine Diabetes-Selbsthilfegruppe, die es in Trebur schon einmal gegeben hat, wiederzubeleben.

Um mit Betroffenen in Kontakt zu kommen, wird es am 10. September ab 15:00 Uhr im Café Wunderbar einen ersten allgemeinen Vortrag zum Thema Diabetes geben. Sprechen werden der Leiter der Groß-Gerauer Selbsthilfegruppe Gerhard Schäfer und die Diabetes-Assistentin Ilse Rauch, die für alle Fragen offen sind. Außerdem wird es einen Stand geben, an dem ein Zuckersensor erklärt und kostenlos ausprobiert werden kann.

Auch wenn es vielleicht nicht gleich möglich ist, monatliche Selbsthilfegruppentreffen zu organisieren, hoffen die Vertreter von DIABETES-AKTIV LEBEN e.V. im Austausch mit den Besuchern einen Veranstaltungsort für regelmäßige Treffen zu finden und möglichst viele Interessierte und Angehörige, die dieses Angebot annehmen wollen.