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Treburer Nachrichten
Ausgabe 9/2026
Kirchennachrichten
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Mit einer Spende von 1.820 € wurde durch die Aktion der Astheimer Caritas das Elternhaus für leukämie- und krebskranke Kinder der Uni Mainz unterstützt

Bei der Übergabe des Verkaufserlöses aus der Plätzchenbäckerei an das Elternhaus für tumor- und leukämiekranke Kinder hat der Förderverein den Unterstützern der Weihnachts-Aktion, dem Caritas Kreis und besonders Frau Schüler für die großzügige Unterstützung, die seit vielen Jahren die Arbeit im Elternhaus unterstützt, gedankt.

Erst durch Menschen, die sich für die großartige Unterstützung für tumor- und leukämiekranke Kinder einsetzen, wird der Förderverein in die Lage versetzt, den Familien mit krebskranken Kindern in Mainz und der Region zu helfen.

Das Jahr 2025 war geprägt von der ansteigenden Zahl an Patienten, die in Mainz behandelt wurden. In den vorherigen Jahren lag die durchschnittliche Anzahl an Neuaufnahmen zwischen 50 bis ca. 60 pro Jahr. 2025 war diese Zahl schon nach dem ersten Halbjahr erreicht. Nicht aufgrund dessen, dass mehr Kinder an Krebs erkranken, sondern weil kleinere Kliniken die teure Therapie und die damit verbundenen Auflagen, wie z. B. eine Mindestzahl an Onkologen, onkologisch fachlich weitergebildeten Pflegekräften und psychosozialer Versorgung nicht bereitstellen können. Patienten werden daher inzwischen häufiger an spezialisierte Zentren verwiesen, zu denen Mainz gehört.

Das bedeutet: Es gibt mehr Familien, die Hilfe benötigen. Zu merken ist dies an der gestiegenen Zahl der Anträge für Sozialfonds. Dieser unterstützt Familien direkt finanziell, wenn sie in eine Notlage abrutschen, da meist ein Elternteil aufhören muss zu arbeiten und zeitgleich erhöhte Kosten auf die Familien zukommen.

Dabei weisen uns die bisher erzielten Erfolge den Weg. Heute überleben bereits vier von fünf jungen Krebspatientinnen und -patienten und werden geheilt. Doch in Deutschland erkranken jährlich über 2.200 Mädchen und Jungen neu an Krebs. Das trifft immer die ganze Familie. Während der kräftezehrenden Therapien und oft langen Klinikaufenthalten wechseln sich auch bei Eltern und Geschwistern Ängste, banges Warten, Verzweiflung und Hoffnung ab. Das veranlasste, gerade durch seine Krankheit motiviert, Günter Seemann, seine Ehefrau Helga, Frau Schüler und wieder einige fleißige Weihnachtsbäckerinnen mit ihrem Engagement dazu beizutragen, dass Krebs bei allen Kindern und Jugendlichen heilbar wird.

Gerade zurzeit wird sehr intensiv eine junge Patientin, die mit 16 Jahren bereits ein Baby hat und nun selbst aufgrund ihrer Leukämieerkrankung in Behandlung ist, betreut. Sie lebt mit ihrer Familie zurzeit im Elternhaus, da noch keine Wohnung gefunden werden konnte und die hygienische Situation im Flüchtlingsheim für die junge Patientin zu gefährlich wäre. So wird in diesem besonderen Fall das Elternhaus tatsächlich zum „Zuhause auf Zeit“ für diese Familie.

Der Förderverein für tumor- und leukämiekranke Kinder e. V. Mainz ist dankbar über die Zuweisung in Höhe von 1.820 €, die durch das Engagement der Caritas-Leiterin Helga Seemann und den Einsatz von Frau Schüler sowie dem Caritas Kreis mit Unterstützung vieler Helfer und Unterstützer überreicht werden konnte. Für sie wäre es schön, wenn viele Menschen in ihrem Umfeld auf solche Aktionen aufmerksam würden, wenn z. B. in ihrer Firma, im Freundes- und Bekanntenkreis Benefizaktionen, Jubiläen etc. geplant werden, weil weiterhin noch Spendenempfänger für diesen guten Zweck gesucht werden.

Bitte unterstützen Sie weiterhin diese Aktion, damit krebskranken Kindern und Jugendlichen und ihren Familien geholfen werden kann.

Alle tragen direkt und indirekt mit dazu bei, dass den kranken Kindern und ihren Familien bei dem schweren Weg, der vor ihnen liegt, diese Unterstützung mit dem Förderverein zuteil wird.