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Bitburg-Stadt
Ausgabe 10/2021
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Aus dem Stadtarchiv

Als in Bitburgs Hauptstraße noch Pferde ihre Hufeisen bekamen

Wir schätzen unsere Hauptstraße als Fußgängerzone, in der man am Tage in Ruhe flanieren und einkaufen kann. Vor 200 Jahren waren die Verhältnisse anders. Handwerker, Bauern und einige wenige Händler bestimmten das Bild der „Grande Rue“, wie sie in der Franzosenzeit genannt wurde. Auch ein Schmied hatte hier seine Werkstatt und bot den durchziehenden Fuhrleuten seine Dienste an. Neben dem Beschlagen der Pferde gehörte auch das Ausbessern von Karren und Kutschen zu seinem Handwerk. Gerade die Hauptstraße war dazu ein günstiger Platz, denn hier lief der gesamte Durchgangsverkehr, hier fanden sich die Kunden von selbst ein. Matthias Probst betrieb seit etwa 1800 in der Hauptstraße eine Schmiede, er bezeichnete sich als „Schmied und Hufschmied“. Im Jahre 1831 übertrug er seinen Betrieb seinem Sohn Friedrich, der die Werkstatt weiterführte. In dem vor dem Notar abgeschlossenen Übernahmevertrag erfährt man, dass es „vor und hinter dem Haus Plätze“ zum Beschlagen der Pferde gab, ein „Notstall“ wird hinter dem Haus genannt. Im Jahre 1837 starb der Vater, der Sohn Friedrich führte den Betrieb allein weiter.

P.N.