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Bitburg-Stadt
Ausgabe 11/2019
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Aus dem Stadtarchiv

Vor 150 Jahren: Welche Berufe waren am häufigsten?

Der Wandel der Zeit zeigt sich in nichts so sehr wie in der Berufswahl. Berufe, die früher unentbehrlich waren, scheinen vergessen – neue Techniken und Erfindungen haben die Berufswelt grundlegend verändert. Blättert man in einer Statistik, die Landrat Sprenger vor rund 150 Jahren erstellte, so findet man Berufe, die heute fast vergessen sind. Allerdings zeigt sich auch, welche große Bedeutung die Landwirtschaft bei unseren Vorfahren hatte.

Im Kreis Bitburg lebten nach der Volkszählung von 1861 insgesamt 43.871 Einwohner. Die wichtigste und größte Berufsgruppe bildeten zweifellos die in der Landwirtschaft tätigen Personen.

Die Statistik zeigt für dieses Jahr folgendes Bild:

Landwirte, Eigentümer und Pächter 2.588
In der Landwirtschaft mithelfende Frauen, Angehörige, Kinder 13.198
Landwirte im Nebenwerb, Tagelöhner 1.135
Bei Nebenerwerbslandwirten mithelfende Familienangehörige 4.732
Tagelöhner und Gesinde 4.770
Landwirtschaft: 26.423

Statistik der Handwerker im Kreis Bitburg:

Meister Gesellen Lehrlinge
Schumacher 235 43 30
Schneider 210 51 52
Tischler 142 32 17
Schmiede 108 49 20
Steinhauer 86 57 3

Aber wie viele der folgenden Berufe von 1861 sind übrig geblieben?:

Strohdecker 22 1 -
Regenschirmmacher 2 0 -
Mühlenbauer 5 5 -
Seifensieder 3 1 1
Schiffbauer 1 0 0
Köhler 2 1 0
P.N.