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Bitburg-Stadt
Ausgabe 12/2019
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Aus dem Stadtarchiv

Auch im Bedhard lebten einst Römer

Die römische Vergangenheit unserer Stadt zeigt sich immer dann, wenn im Bitburger Stadtkern Bauarbeiten ausgeführt werden. Fundamente oder Kellerräume werden sichtbar, die aus der Frühzeit unserer Stadt stammen und die die Fachleute immer wieder in Erstaunen versetzen.

Dass auch im Stadtwald Bedhard römische Siedlungen sind, ist weitgehend vergessen. Der bekannte Landrat Thilmany, der kein Archäologe oder Historiker war, ließ bereits um 1842-1843 im Bedhard unweit der Straße Bitburg – Oberweis Fundamente freilegen, von denen er behauptete, es handle sich um römische Baureste. Von diesen Grabungen sind leider nur wenige Aufzeichnungen und Berichte erhalten. Thilmany schrieb, die Anlage habe eine Größe, wie man sie von den Grabungen bei Fließem her kenne. - Auch nach der Zeit Thilmanys, der bekanntlich nach der Revolution von 1848/49 sein Amt verlor, haben sich Archäologen um die römischen Spuren im Bedhard gekümmert. Der Verein für Altertumsfreunde des Rheinlandes untersuchte nach 1860 die Ruinen im Bedhard und ließ Grabungen durchführen, die damals von den Kreisbaumeistern Wolf und Sachs geleitet wurden. In einem Protokoll des Bitburger Stadtrates vom 1. Oktober 1864 heißt es dazu: „Gegen die beabsichtigten Nachgrabungen im Gemeindewald Bedhard zur Aufdeckung römischer Ruinen hat die Stadtverordneten-Versammlung nichts einzuwenden. Sie stellte jedoch die Bedingung, dass der Schaden, welcher bei diesen Arbeiten dem Walde erwächst, der Stadt vergütet werden müsse.“

P.N.