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Bitburg-Stadt
Ausgabe 13/2019
Nachrichten und Mitteilungen der Stadt Bitburg
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Bitburg

tritt Kommunalen Klärschlammverwertung Region Trier (KRT) bei

- Ökonomische und gesetzmäßige Entsorgung des heimischen Klärschlamms gesichert

Zum 31. März 2019 tritt die Stadt bzw. die Stadtwerke der „Kommunalen Klärschlammverwertung Region Trier“ (KRT) bei, einer neu gegründeten Anstalt des öffentlichen Rechts. Grund für den Beitritt ist die Sicherstellung einer rechtlich ordnungsgemäßen und wirtschaftlichen Verwertung des Bitburger Klärschlamms. Den Beitrittsbeschluss fasste der Stadtrat kürzlich auf Empfehlung des Werksausschusses einstimmig.

Die neue, bundeseinheitliche Klärschlammverordnung bringt zahlreiche Änderungen, die auch die hiesigen Betreiber von Kläranlagen unmittelbar betreffen. So wird z.B. ein besonderer Fokus auf den Schutz von Böden und Gewässern gelegt. In diesem Zusammenhang beinhaltet die neue Verordnung die Pflicht zum Recycling der endlichen Ressource Phosphor. Generell kann Phosphor entweder aus Rohschlamm oder aus der Asche der Klärschlammverbrennung zurückgewonnen werden.

Dies betrifft zwar zunächst nur die größeren Kläranlagen mit mehr als 50.000 Einwohnergleichwerten, dürfte aber über kurz oder lang auch für kleinere Anlagen gelten.

Bisher wird der meiste Klärschlamm in der Landwirtschaft als Sekundärdünger verwertet. Das ist auch in Bitburg so, wo jährlich ca. 1000 cbm entwässerter Klärschlamm und 1.500 cbm Nassschlamm anfallen.

Wenn diese Schlämme künftig jedoch verbrannt werden müssen und jede Gemeinde das für sich selbst organisiert, kann das sehr aufwendig und teuer werden, was natürlich auch die Gebührenzahler spüren würden.

Deshalb entstand die Idee, dass sich die Kläranlagenbetreiber in der Region Trier zusammenschließen, um ihren Klärschlamm künftig gemeinsam und deshalb auch kostengünstig zu verbrennen. Dazu wurde eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit der Bezeichnung „Kommunale Klärschlammverwertung Region Trier“ (KRT) gegründet. Mit dem 31. März 2019 sind fast alle regionalen Kläranlagenbetreiber mit dabei.

Bis der erste Klärschlamm „thermisch verwertet“ werden kann, wird es noch eine Zeit lang dauern. Dazu muss die KRT eine Verbrennungsanlage bauen, die nach der derzeitigen Sachlage in Mertesdorf oder in Wittlich entstehen könnte.

Bis dahin werden die Bitburger Klärschlämme weiterhin als Düngemittel ausgebracht. Dazu erfüllt der heimische Klärschlamm den sehr hohen Qualitätsanspruch und alle gesetzlichen Vorgaben.

Dabei gibt es eine Ausnahme: Wegen möglicher PFT-Belastung wird der auf dem Flugplatz entstehende Klärschlamm schon heute nicht mehr auf die heimischen Äcker entsorgt.

W.K.