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Bitburg-Stadt
Ausgabe 18/2020
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Stadt bekämpft Eichenprozessionsspinner mit Nematoden, 2. Runde

Vom Eichenprozessionsspinner befallener Baum auf einem Bitburger Friedhof.

Die Stadt Bitburg setzt ein neues, biologisches Verfahren zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ein.

Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, werden Mitarbeiter des Bauhofes ab dem 30. April die 2. Runde zum Spritzen der betroffenen städtischen Bäume vornehmen. Die Spritzungen müssen in den Nachtstunden durchgeführt werden, es werden voraussichtlich vier Nächte dazu benötigt werden. Dass dabei etwas Lärm entsteht, ist leider unvermeidlich.

Allen, die die städtischen Bediensteten bei der Ausführung der Arbeiten beobachten, sei noch einmal versichert, dass es um die Gesundheit der Menschen geht. Es wird deshalb darum gebeten, dass man die Bediensteten des Bauhofes ihre Arbeit machen lässt, sie nicht beschimpft, mit dem Handy filmt oder die Polizei vorbeischickt. Auch wird darum gebeten, dass man den während der Corona-Krise vorgeschriebenen Abstand zu den Kolleginnen und Kollegen einhalten muss.

Wer eine Frage hat, bekommt selbstverständlich auch gerne eine entsprechende Auskunft.

Nochmals zur Erläuterung:

Seit mehreren Jahren verbreitet sich der Eichenprozessionsspinner auch in der Eifelregion, besonders schlimm war es im vergangenen Jahr. Das Problem bei dem auf Eichen spezialisierten Schmetterling ist, dass die Spiegelhaare der Larven gesundheitsgefährdend für Mensch und Tier sind. Sie verursachen Hautreaktionen und nesselartige Hautverletzungen. Besonders in städtischen Gebieten ist das sehr gravierend, wenn Flächen rund um die betroffenen Bäume nicht mehr genutzt werden können, z.B. in Parks, auf Friedhöfen oder Spielplätzen.

Erstmals setzt die Stadt Bitburg nun ein neues, biologisches Verfahren zur Bekämpfung des Problems ein. Entomopathogene Nematoden werden seit vielen Jahren im Gartenbau gegen Insektenstadien im Boden eingesetzt. Sie dringen in die Insekten ein, töten sie mittels des mitgeführten Bakteriums und vermehren sich in ihnen. Für Menschen und Wirbeltiere sind sie völlig harmlos, da sie insbesondere unsere Körpertemperatur von 36 Grad nicht überleben. Nun haben ein deutsches und ein niederländisches Labor gemeinsam ein Verfahren entwickelt, das sich auch für die Bekämpfung von Eichenprozessionsspinnern eignet. Dabei werden die Nematoden unter Beigabe eines Feuchtigkeitsspenders auf die Raupen gespritzt.

Dazu müssen auch die äußeren Gegebenheiten passen. Das Spritzen sollte idealer Weise in den ersten Raupenstadien erfolgen, es sollte Dunkelheit herrschen, da sich die Raupen nur dann im Baum verteilen, außerdem sollte es windstill sein und nicht regnen.

Absage „Nim(m)s Rad“, „Kylltal aktiv“ und „Südeifeltour“ 2020

Am 15. April 2020 hat die Bundeskanzlerin in Absprache mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten wegen der Corona-Pandemie beschlossen, dass Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 untersagt sind.

Aufgrund dessen müssen die auch bei vielen Bitburgern sehr beliebten, traditionellen Radfahrveranstaltungen „Nim(m)s Rad“ (geplant 01.06.2020), „Kylltal aktiv“ (geplant 19.07.2020) und „Südeifeltour“ (geplant 21.06.2020) für dieses Jahr leider abgesagt werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und ein großer Dank an alle, die bisher schon Ihre Arbeit in die Organisation investiert hatten! Wir hoffen, dass die Veranstaltungen im nächsten Jahr wie gewohnt stattfinden können.